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Mitmachen beim Schäferlauf 2022
AGD-Gruppe mit der Bundschuhfahne im Festzug

Nach der erfolgreichen Premiere beim letzten Schäferlauf zeigt der AGD auch dieses Jahr inden Festzügen am 27. und 28. August Präsenz und zwar als mittelalterlich gekleidete Gruppe aus der Zeit des Armen Konrad (Aufstand 1514).
Alle Neuen, auch Nichtmitglieder, können vom AGD einen Kostümzuschuss von 50 Euro bekommen. Wir freuen uns auf Euch!
Wer Zeit und Lust hat, in historischer Gewandung unter der Bundschuhfahne mitzugehen, melde sich bei Roswitha Feil.

AGD-Festzug-Gruppe

2019 beteiligte sich der AGD erstmals im Festzug
Bild: Günther Mertz

Wahlprüfsteine zur Bürgermeisterwahl
Kandidaten beantworten Fragen des AGD

Der AGD-Vorsitzende Günther Mertz hat die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 20. Februar 2022 gebeten, Fragen des Fachbeirats zum Denkmalschutz und zur Nutzung der Villa Römer zu beantworten.
Bislang haben die Kandidaten Arndt Zwicker, Dr. Matthias Röttgermann und Jens Hübner geantwortet und einer Veröffentlichung zugestimmt.

Antworten als PDF herunterladen

Kandidatenvorstellung in Unterriexingen
Bild: Peter Fendrich

Vom Stelzengässle zur Schmalen Gasse
Reform der Gassennamen 1929

Auf einem Lageplan von 1911 für ein Baugesuch von Albert Förstner wurde die Schmale Gasse als Stelzengässle bezeichnet. Denselben Namen führte damals die heutige Wächtergasse inklusive Stelzengasse und Menschenhof. Außerdem gab es eine Kirchgasse und ein Kirchgässle. Otto Beck fand dazu bei Elsbeth Sieb [PDF] einen Hinweis:
Am 14.12.1928 beschloss der Stadtrat, „Tafeln mit den Straßennamen anzubringen. Hierbei ergab sich, um die Doppelnamen verschiedener Gassen usw. zu beseitigen, die Notwendigkeit der Einführung neuer Bezeichnungen für diese”. Umbenennung und Beschilderung wurden 1929 vollzogen. Das zum selben Jahr erschienene Adressbuch [PDF] nutzte noch die alten Gassenbezeichnungen. Ab 1933 erfolgten weitere Umbenennungen.

Stelzengässle

Lageplan von 1911 für ein Baugesuch von Albert Förstner am Stelzengässle, heute Schmale Gasse
Bild: Geometer Bofinger
Quelle: Olga Wenninger

Archäoprospektion im Auftrag des AGD
Schlüsselburg und Sankt-Johann-Kapelle im Fokus

Nach zahlreichen Rodungs- und Pflegeaktionen konnte vom 21. bis 23. September die geophysikalische Suche nach Fundamenten von Schlüsselburg und Sankt-Johann-Kapelle erfolgen. Die vom AGD mit der Archäoprospektion auf dem Schlüsselberg und auf der Sankt-Johännser-Allmende beauftragte Firma Terrana Geophysik aus Mössingen setzte je nach Geländebeschaffenheit Georadar oder Geoelektrik ein [PDF]. Erste Stichproben lassen laut Geschäftsführer Dr. Arno Patzelt auf verwertbare Funde hoffen. Die Auswertung der komplexen Daten werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Was man bisher zu Burg und Kapelle weiß, ist in Band 11 der AGD-Reihe „Durch die Stadtbrille” beschrieben. Die Ergebnisse der Archäoprospektion sollen zum Jahresende in Band 12 präsentiert werden.
Das von Wolfgang Löhlein und Peter Fendrich koordinierte Projekt erfolgte in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege (LAD) und mit der Stadtverwaltung Markgröningen. Bilder finden sich in der Galerie Kulturlandschaft (St. Johännser Allmende bis Schlüsselberg).

Archäoprospektion

Untersuchungsflächen auf dem Schlüsselberg und auf der Sankt-Johännser-Allmende [PDF]
Bild: Peter Fendrich, Quelle: LeoBW

Rückblick in Zeiten der Corona-Pandemie
Das Heilig-Geist-Spital und Aspekte der Medizin im ausgehenden Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Das Heilig-Geist-Spital am Unteren Tor war im Mittelalter eine sehr bedeutende Institution Markgröningens. Anhand seiner Geschichte thematisiert Wolfgang Löhlein die Entwicklung von Krankenpflege und Sozialfürsorge sowie den Umgang mit Armut im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit. Dabei lassen sich moderne Bezüge herstellen – nicht zuletzt angesichts der aktuellen Corona-Pandemie.
Als PDF aufrufbar im Artikel-Archiv.

Spital 1797

Vollständiges Spitalareal 1797
Quelle: Stadtarchiv MG (Ausschnitt)

Lebendige Zeitgeschichte
Jahreschroniken von 1993 bis 2018 digitalisiert

Die jüngere Stadtgeschichte hat Gerhard Liebler  († 2019), Gründungs- und langjähriges Beiratsmitglied des AGD, über 25 Jahre hinweg in seinen Jahreschroniken dokumentiert. Die Stadt hatte die Herausgeberschaft übernommen und sie vor kurzem zur Veröffentlichung im Artikel-Archiv freigegeben. Digitalisiert von Otto Beck stehen die Hefte nun im Archiv Zeitgeschichte zum Download bereit. Der AGD würde sich freuen, wenn jemand diese wertvolle Reihe fortsetzen würde.

Liebler Chronik 2005 Gerhard Liebler


Chronik von 2005 und Autor Gerhard Liebler
Bilder: Stadt Markgröningen

Schäfermarkt zu Grüningen
Antiquarische Kostbarkeiten neu im Artikel-Archiv

Aus der Sammlung von David Zechmeister stammen drei antiquarische Schätze: Beschreibungen des Schäfermarkts aus dem 18. Jahrhundert, die nun im Artikel-Archiv als PDF zum Download bereitstehen:
1. „Eine Digression – Minchens Hochzeit – der Schäfermarkt” in „Hartmann – eine wirtembergische Klostergeschichte”, S. 175-185, von 1778.
2. „Der Hahnentanz” und „Der Schäfer-Markt” in „Wirtembergischer Hofcalender für das Jahr 1790” mit Stichen von Hahnentanz und Wettlauf der Schäfertöchter.
3. „Schäfermarkt zu Grüningen” in „Beschreibung der vorzüglichsten Volksfeste, Unterhaltungen, Spiele und Tänze der meisten Nationen in Europa” von 1799.

Siehe Artikel-Archiv Schäferlauf.

Schäferlauf

Bislang älteste Abbildung des Schäferlaufs im Wirtembergischen Hofcalender von 1790
Quelle: Sammlung Zechmeister

Dimension der Stadtbefestigung sichtbar
Grabung zwischen Helenenstraße und Beutenmüllerhof

Im Februar 2021 haben Archäologen die längere Zeit unterbrochene Ausgrabung an der Baustelle zwischen Helenenstraße und Beutenmüllerhof fortgesetzt. Dabei wurde erstmals und exklusiv die etwa 5,5 Meter vor der Stadtmauer gelegene Zwingermauer freigelegt. Sie besteht aus unbehauenen Feldsteinen und ist stärker als bisher angenommen: teils über einen Meter dick. Der AGD hofft, dass im Zuge der Grabungen auch die bislang unbekannte Tiefe des Stadtgrabens erschlossen wird.
Siehe auch Fundstätten.

Zwingermauer

Zwingermauer zwischen Helenenstraße und Beutenmüllerhof im Februar 2021 von Südwesten
Bild: Peter Fendrich

Wer bietet mehr?
Bislang ältestes Foto vom Schäferlauf stammt von 1895

Im Archiv der Familie Beck fand sich das bislang älteste Foto vom Schäferlauf: ein tolles Bild, aufgenommen von J. Kleiber 1895 nach dem Einzug des Festzuges auf dem Festplatz auf der Hart. Im Zentrum sieht man die Gröninger Prominenz um Stadtschultheiß Karl Schmalzried (mit ungeöffnetem Schirm), rechts die Feuerwehrkapelle und den Festreiter. Im Hintergrund ist der alte Weg zum Sankt Johännser zu erkennen. Der ehemalige Palas der Reichsburg hebt sich noch als Solitär von der Stadtsilhouette ab.
Über weitere und vor allem noch ältere Schäferlauf-Bilder würden wir uns sehr freuen. Was wir bislang haben, findet sich in der Galerie Land und Leute.

Schäferlauf 1895

1895 auf der Hart – bislang das älteste Foto vom Schäferlauf im AGD-Bestand [Vergrößern]
Bild: J. Kleiber, Quelle: Otto Beck

Knast für Impfgegner
Rückblick aus aktuellem Anlass

Misstrauen und Renitenz gegen Impfungen gibt es offenbar seit deren Einführung im 19. Jahrhundert, sonst hätte das Stadtschultheißenamt in der Markgröninger Zeitung vom Mai 1925 nicht solcherart strafbewehrte Bekanntmachung zur Impfpflicht schalten müssen. Die Impfpflicht geht zurück auf das Reichsimpfgesetz vom 8. April 1874, das zur Ausrottung der damals wütenden Volksseuche Pocken oder „Blattern“ erlassen wurde. Säuglings- und Kinderimpfprogramme gegen Masern, Diphtherie oder Polio kamen später hinzu und waren ebenso erfolgreich.
Zuvor hatte man unter dem Begriff „Impfen“ übrigens etwas Anderes verstanden, wie ein Blick ins „Grimm’sche Wörterbuch“ von 1877 zeigt: „ein fremdes Reis in einen Baumstamm einfügen“, was man heute Veredelung nennt.

Öffentliche Impfung

Bekanntmachung des Stadtschultheißenamts zur Impflicht in der Markgröninger Zeitung 116/1925
Quelle: Stadtarchiv MG [Vergrößern]

Wo und wann war das?
AGD-Redaktion braucht Unterstützung

Nebenstehendes Bild kann die AGD-Redaktion nicht zuordnen. Gefragt ist, wo die Baracke stand, wer darauf zu erkennen ist und wann etwa dieses interessante Foto aufgenommen wurde.
„Flaschenbier über die Straße” wurde in den 1910er Jahren en vogue. Die Uniformen scheinen auch aus dieser Zeit zu stammen. Wenn mit „Si-Si“ auf dem unteren Schild jedoch die Vorläufer-Limonade von „Capri-Sonne“ gemeint ist, müsste das Bild später gemacht worden sein.

Flaschenbier über die Straße

Soldaten mit „Flaschenbier über die Straße”
Quelle: Elsbeth Sieb [Vergrößern]

Abriss vor dem Esslinger Tor
Auflösung des Rätsels in den Markgröninger Nachrichten

Abgerissen wird das einst stadteigene Arzthaus Münchinger Straße 2 aus dem 19. Jahrhundert. Sein Zwerchgiebel wurde später aufgesetzt. Bei diesem Umbau verschwanden die kleinen Fenster im Dachgeschoss, die Schindeln an der Fassade und die „Fensterkronen”.
Im Erdgeschoss praktizierten die Stadtärzte Dr. Nathanael Zerweck († 1937), Dr. Karl Umbach († 1965) und seine „Mariele” genannte Tochter Dr. Marie-Luise Umbach. Ihre Patienten kamen früher auch aus den umliegenden Orten.
Weitere historische Ansichten von Gebäuden entlang der Grabenstraße und das eingeklinkte Bild finden sich unter
Peripherie vor 1945 und Peripherie nach 1945.

Münchinger Str. 2

Auflösung des Bilderrätsels: „Haus Umbach”, Münchinger Straße 2, 2020 vor dem Abriss und um 1937 von Nordosten [Vergrößern]
Bild: Helmut Hermann, Quelle: Elsbeth Sieb

Eine Million Seitenaufrufe!
Zugriffe auf AGD-Portal nehmen weiter stetig zu

Seit dem Start im Sommer 2016 sind die Zugriffe auf die mittlerweile 865 Seiten des AGD-Portals dynamisch gestiegen. Am 10. August 2020 wurde die Schwelle von einer Million Seitenaufrufen überschritten! In den 365 Tagen zuvor waren es 395.201 Aufrufe. Am häufigsten wurde die Seite zur Bahnstrecke aufgerufen (20.070). Gefolgt von den Menus Stadtgeschichte, Kulturdenkmale, Artikel-Archiv, Recherche und Galerien.

WEG-Triebwagen in Markgröningen 1991

Top-Thema Bahnstrecke: über 20.000 Aufrufe
Bild: Peter Fendrich

AGD@Instagram
Neuer Social-Media-Kanal des AGD auf Instagram

Entdecken Sie Markgröningen aus einem ganz anderen Blickwinkel: über unseren neuen Kanal bei Instragram. Regelmäßig zeigen wir Ihnen, was der AGD Neues zu unserer Stadt und ihrem Umland zu bieten hat. Nutzen Sie dieses Angebot insbesondere zum Tag des Offenen Denkmals, der 2020 pandemiebedingt ausschließlich virtuell über die Bühne geht.

Follow AGD on Instagram! Einfach AGD Markgröningen in der Suchleiste eingeben oder dem Hashtag #agd folgen. Noch einfacher geht’s über den QR-Code.

QR-Code Instagram

Streifzug durch die vielfältige Markung
Galerie zur Kulturlandschaft ausgebaut

Da die vorgesehenen Führungen in der Stadt wie auf der Markung pandemiebedingt gestrichen wurden, bieten wir neben Altstadt- und Dorfrundgang nun auch einen virtuellen Streifzug durch unsere reizvolle Markung an. Dafür haben wir die Galerie zur Kulturlandschaft um rund 400 Bilder ergänzt, mit einigen Überraschungen aus den alten Lagerbüchern garniert und neu strukturiert. Die gewannorientierten Seiten sind nun den Einzugsgebieten von Leudelsbach, Enz und Glems zugeordnet. Startpunkte gibt’s an der Leudelsbachquelle, am Remminger Schlössle und am Gröninger Hochgericht. Wir empfehlen, parallel die Flurnamenkarte und die detailreiche Urflurkarte zu öffnen. Weitere und vor allem historische Bilder sind natürlich sehr willkommen und werden laufend ergänzt.


Leudelsbach-Auwald

Im der unterhalb der Kläranlage gelegenen Aue hat der Leudelsbach reizvolle Seitenarme geschaffen
Bild: Manuel Benz 2015

Hafenmarkt
Marktplatz der Häfner vor dem Vollandhaus?

Der als solcher kaum mehr wahrnehmbare und heute namenlose Platz umrahmt von Löwen, Vollandhaus und Apotheke hieß im 18. Jahrhundert „Hafenmarkt”. Offenbar boten hier einst Häfner (Töpfer) ihre Waren feil.
Samson Bühler hatte um 1717 eine „1/2 Beh.[ausung] in der Ostergaß neben besagter Gassen u. seinem selbstigen Hof, stoßt vornen auf den Hafen-Markt u. hinten [an] Jacob Hermann.” (Quelle: StadtA M, Steuerbuch II, S. 486).
Der AGD empfiehlt, dieses verkannte Kleinod so umzugestalten, dass es als Platz wieder erfahrbar wird.

Hafenmarkt

Einst „Hafen-Markt” genannt, heute mehr Abbiegung als Platz
Bild: Peter Fendrich, 2017

Neu: Durch die Stadtbrille, Band 11/2020
Geschichtsforschung, Geschichten und Denkmalpflege

Band 11 der AGD-Reihe „Durch die Stadtbrille – Geschichtsforschung, Geschichten und Denkmalpflege in Markgröningen”  enthält anlässlich des 50-jährigen AGD-Jubiläums auch eine Vereinschronik. Das 192 Seiten umfassende Werk wird im Anschluss an die Vergabe des Sanierungspreises am 31. März 2020 (verschoben)  vorgestellt. Das Buch kann zum Preis von 19,80 Euro zuzügl. Versandkostenanteil online erworben werden. Seit 4. Mai ist es auch bei der Buchhandlung am Markt und im Rathaus erhältlich. ISBN: 978-3-00-064177-0
Inhaltsverzeichnis als PDF

Titel Stadtbrille 11

Durch die Stadtbrille Band 11/2020

250 Jahre Friedrich Hölderlin
Neue AGD-Briefmarke mit Dichterhäusle

Johann Christian Friedrich Hölderlin zählte zu den bedeutendsten Lyrikern seiner Zeit. Er wurde am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar geboren und verstarb am 7. Juni 1843 in Tübingen. In Markgröningen soll er sich mehrfach mit seinen Jugendfreunden Rudolf Magenau und Christian Ludwig Neuffer im sogenannten Dichterhäusle getroffen haben. Das im 18. Jahrhundert erstellte Gartenhaus stand bis 1972 auf dem Grundstück Bahnhofstraße 8. Die 80-Cent-Briefmarke zu Ehren Hölderlins und zur Erinnerung ans Dichterhäusle bietet Dr. Walter Ebner ab 15. Februar 2020 samstags auf dem Wochenmarkt zum Gestehungspreis von 1,25 Euro an.

Briefmarke 2020

AGD-Briefmarke zum 250. Geburtstag des Lyrikers Friedrich Hölderlin
Entwurf: Veit Müller

Mehr zu den AGD-Briefmarken

Aufschlussreiche Einblicke
Adressbücher der Stadt von 1929 bis 1951 digitalisiert

Die vom Verleger und Drucker Koloman Renczes 1929, 1933, 1936 und 1951 herausgegebenen Adress- bzw. Einwohnerbücher der Stadt Markgröningen stellen interessante Informationsquellen zur Sozialstruktur dar. Zumal sie auch Verzeichnisse der Handel- und Gewerbetreibenden, der Vereine und der Öffentlichen Hand enthalten. Alle vier Adressbücher stehen nun als Digitalisate (PDF) im Artikel-Archiv zum Download bereit.

1. Adressbuch von 1929 (12 MB)
2. Adressbuch von 1933 (6 MB)
3. Einwohnerbuch von 1936 (6 MB)
4. Einwohnerbuch von 1951 (5 MB)

Adressbuch von 1933

Titelausschnitt des Adressbuchs der Stadt Markgröningen von 1933
Quelle: Koloman Renczes, StadtA MG

50 Jahre AGD
Foto-Galerie zum AGD-Jubiläum

Zum 50-jährigen Jubiläum beteiligte sich der AGD erstmals am Festzug des Schäferlaufs, präsentierte die Ausstellung „Unsere Altstadt: Verluste, Erfolge, Chancen”, führte das Theaterstück „Reicher Philipp – Armer Konrad” in der Bartholomäuskirche auf, lud zum Festakt ins evang. Gemeindehaus ein und feierte mit „Des Geyers schwarzer Haufen” im Spitalkeller.
Zu diesen Veranstaltungen entsteht hier eine Bildergalerie.
Zur Galerie 30 Jahre AGD (1969 bis 1999)

Rebellen mit Schlüssel

Die Rebellen des Armen Konrads haben die Öffnung des Fruchtkastens erzwungen
Bild: Peter Fendrich

Neugestaltung von Markt- und Kirchplatz
AGD präsentiert Alternativen

„Der Kirchplatz und vor allem der Marktplatz sind identifikationsstiftend und daher für alle von besonderer Bedeutung”, so die Stadtverwaltung. „Um dem gerecht zu werden, soll der weitere Planungsprozess zur Neugestaltung auf breiter Basis stattfinden. Der Fachbeirat des AGD begrüßt dieses Vorgehen und hat die Vorplanung kritisch unter die Lupe genommen. Naturgemäß achtet der AGD insbesondere auf Denkmal- und Ensembleschutz.

Wo aus Sicht des Fachbeirats nachgebessert werden muss und wo bei dieser Gelegenheit frühere Fehler wie die Anhebung des Platzniveaus* korrigiert werden könnten, erläuterte Peter Fendrich im Rahmen eines Rundgangs am 6. Juli. Das zugrundeliegende Konzept wurde darauf nochmals überarbeitet. Eingeflossen sind zahlreiche und sehr detaillierte Anregungen von Mitgliedern des AGD, des Bürgervereins und des BUND. Herzlichen Dank dafür!

Am 23. Juli präsentierte das von der Stadt beauftragte Architektenbüro KMB die Vorplanung in der Stadthalle. Der AGD konnte nur einzelne Punkte seines Alternativkonzepts einbringen. Hier steht es als PDF in A3 bereit.

Bilder vom Marktplatz vor der Teerungvor der Pflasterung und während der Pflasterung (1978)

Neugestaltung von Markt- und Kirchplatz

AGD-Konzept für Markt- und Kirchplatz (PDF)
Bild: Peter Fendrich

Zum Vergleich:
Vorplanung der Stadt für den Marktplatz (PDF)
Vorplanung der Stadt für den Kirchplatz (PDF) Konzept-Vergleich für das Vorfeld der Kirche

AGD-Portal jenseits aller Prognosen
Web-Statistik für die ersten drei Jahre erstellt

Im Juni 2016 ging das AGD-Portal offiziell online und wurde mit einem Zählwerk versehen. Seither stieg die Nachfrage stetig und übertraf unsere kühnsten Erwartungen! Nach einem tollen ersten Jahr verzeichneten wir im zweiten und dritten Jahr nochmals starken Zuwachs bei Besuchern und Seitenaufrufen (insgesamt über 570.000).
Die Rangliste der 50 meistaufgerufenen Seiten führt immer noch der Artikel zur Markgröninger Bahnstrecke an.
Siehe Web-Statistik von 6/2016-6/2019 (PDF)

Statistik-Teaser

Besucherzahlen, Seitenaufrufe und Seiten-Ranking der Vorjahre finden sich in der Web-Statistik bis 6/2017 (PDF) und in der Statistik bis 6/2018 (PDF)

50 Jahre AGD Markgröningen
Bilder für Rückblick zur Vereinsarbeit gesucht

2019 kann der Arbeitskreis Geschichtsforschung und Denkmalpflege (AGD) sein 50jähriges Jubiläum feiern. Für einen Rückblick zur Vereinsarbeit suchen wir Bilder von Akteuren und Projekten. Beispielsweise zum gemeinsam mit der Stadt vergebenen Sanierungspreis. Wer Bilder zur Verfügung stellen kann, setze sich bitte mit Roswitha Feil oder Peter Fendrich in Verbindung.

Siehe Gründungsgeschichte und Aktivitäten

Gründungsmitglieder

Gründungsmitglieder 2009. Heinz Oechsner, Kurt Roller und Prof. Heinz Griesinger sind noch aktiv
Bild: Zeller

Erhalt der Steillagen
Anette und Stefan Gessler rekultivieren einen Wengert

Immer mehr Steillagen-Weinberge überstehen den Generationenwechsel nicht und werden zu Sozialbrachen. Das heißt, sie bleiben sich selbst überlassen und verbuschen. Ihre Trockenmauern stürzen Stück für Stück ein. So geht ein wesentliches Charakteristikum der Kulturlandschaft und wetvolles Biotop verloren. Entsprechende Wertschätzung verdienen daher alle, die wie Anette und Stefan Gessler am Mühlberg die Mauern und Treppen mit viel Engagement und Aufwand wieder instand setzen und die Wengert-Schrannen rekultivieren.

Mühlberg

Instandsetzung der Trockenmauern in Gesslers Wengert am Mühlberg (Bild zum Vergrößern anklicken)
Bild: Helmut Hermann, 2019

Umstrittener Eingriff im Herzen der Stadt
Einfriedung der Herrenküferei vorläufig geduldet

Ein Lattenzaun mit Baumgerippen um die erweiterte Bewirtungsfläche der Herrenküferei sorgte am 1. Mai für reichlich Gesprächsstoff auf dem gut besuchten Marktplatz. Aus der Schlossgasse kommende Radfahrer nervten sich über den zugestellten Fahrweg. Einige quittierten die „fragwürdige Gestaltung” bzw. die „unsensible Botschaft” des Gastronomen lediglich mit Kopfschütteln, andere sahen sich durch dessen „Abgrenzung” persönlich brüskiert. Viele fanden deutliche Worte, weil sie sich über den massiven Eingriff in das Ambiente ihres geliebten Marktplatzes ärgerten, den sie als „Seele der Stadt” empfinden. „Unfassbar”, dass die Stadtverwaltung oder gar der Gemeinderat auf der Allmende genehmigt habe, was nicht einmal beim privaten Stückle in der Flur toleriert werde. Und man stelle sich vor, „dieser Präzedenzfall würde Schule machen!”
Die Denkmalbehörde sowie AGD, BUND und Bürgerverein kritisierten diesen Eingriff ins Altstadtensemble ebenfalls. Bei einer Besprechung vor Ort stellte Stadtbaumeister Klaus Schütze zudem klar, dass die Maßnahme so nicht genehmigungsfähig sei. Darauf einigte man sich auf einen Kompromiss: Die Obstbaumgerippe werden auf Höhe des Lattenzaunes gekappt und dieser geduldet, bis der Gemeinderat eine Gestaltungssatzung für den Marktplatz beschlossen hat. Diese soll im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes erstellt werden. Der AGD erwartet, dass dabei Einfriedungen wie bei Plätzen in anderen Städten generell untersagt werden, und empfiehlt eine Teilung des Außenbereichs der Herrenküferei, um die Flucht in die Schlossgasse offen zu halten (siehe Marktplatz-Konzept).

Herrenküferei

Herrenküferei

Herrenküferei

Séparée der Herrenküferei von Norden, Osten und Süden. Die Baumgerippe wurden inzwischen gekappt, die Zaunlatten aufgehellt.
Bilder: Peter Fendrich, zum Vergrößern anklicken

Zeuge der Untergänger
Interessantes Fundstück aus dem 19. Jahrhundert

Nahezu bei jedem AGD-Stammtisch im „Kaffee Klecks” sorgen Mitbringsel für Gesprächsstoff. So legte Magdalene Weigel einen gebrannten Ziegel mit den Initialen MG und einer dazwischen eingestochenen Bruchkante auf den Tisch. Schnell war klar, dass es sich um einen Marksteinzeugen aus dem 19. Jahrhundert handeln muss, wie sie die vereidigten Untergänger unter den Grenzsteinen platzierten, um gegebenenfalls deren Versetzung belegen und ahnden zu können. Gefunden hat den Zeugen der Geometer Herbert Wolf. Der Ziegel ist 1,7 cm stark, das Stempelmaß beträgt 10 mal 6,5 cm.

Zeuge

Marksteinzeuge der Markgröninger Untergänger aus dem 19. Jahrhundert (zum Vergrößern anklicken)
Bild: Peter Fendrich, 2019

Einblicke in die Sozialstruktur um 1929
Adressbuch Markgröningen – Asperg digitalisiert

Martin Seng hat dem AGD ein wertvolles Nachschlagewerk zum Digitalisieren bereitgestellt: Das 1929 von Karl Renczes herausgegebene Adressbuch von Markgröningen – Asperg enthält alle selbständigen Einwohner der beiden Städte mit Berufsbezeichnung und Adresse. Außerdem finden sich Verzeichnisse der Dienststellen der Öffentlichen Hand, der Vereine sowie der Handel- und Gewerbetreibenden in allen Oberamtsorten außer Ludwigsburg.
Das komplette Digitalisat umfasst 12 MB und steht im Artikel-Archiv zum Download bereit.

Adressbuch

Titel-Ausschnitt des Adressbuchs von Mark-gröningen – Asperg, hg. v. Karl Renczes, 1929

Sanierungspreis für Marktplatz 4
Preisverleihung an Rainer und Renate Gessler

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des AGD am 20. März 2019 haben Bürgermeister Rudolf Kürner und AGD-Vorsitzender Günther Mertz den von Stadt und AGD gemeinsam ausgelobten Sanierungspreis an Rainer und Renate Gessler für die Renovierung des Gebäudes Marktplatz 4 verliehen.
Teile des mehrfach umgebauten Haues überschneiden sich mit dem nördlich angrenzenden Nachbarhaus. So reicht im Erdgeschoss ein Raum samt Gang weit ins Haus Marktbrunnengässle 1. Ebenso der Keller, dessen ursprüngliche Haupterschließung über die Giebelseite erfolgte. Offenbar erstreckte sich das ursprüngliche Gebäude bzw. ein im frühen 15. Jahrhundert erstellter Vorgängerbau über beide Hausplätze.
Auf der Giebelseite zum Marktplatz hin wurde 1978 das Fachwerk freigelegt. Dies wurde wohl im ausgehenden 18. Jahrhundert rein konstruktiv nicht auf Sicht angelegt.

Gebäudebeschreibung (PDF)

Marktplatz 4

Für Marktplatz 4 verliehen Stadt und AGD den Sanierungspreis 2019 an Familie Gessler
Bild: Peter Fendrich, 2019

Funde in der Oberen Kelter
Sockel mit Stadtwappen und museumsreife Utensilien

Bei einer Entrümpelungsaktion in der Oberen Kelter kamen museale Utensilien wie eine von zwei Seiten beschickbare Weinpresse mit allem Zubehör, eine fahrbare Auszugsleiter der Feuerwehr, ein Pferdeschlitten und verschiedene Wagen und Karren zum Vorschein. Alle wären es wert, in einer Dauerausstellung öffentlich zugänglich gemacht zu werden.
Besondere Aufmerksamkeit verdient ein nachträglich eingebauter Steinsockel mit dem alten Stadtwappen ohne Sterne im Schildhaupt. Dessen Adler ähnelt dem auf der Ausfeldkarte von 1751. Der etwa 40 cm breite und sich nach oben konisch verjüngende Stein soll vom Brunnen stammen, der sich einst vor dem Haus Schlossgasse 8 befand. Auch dort könnte er in Anbetracht seines offiziellen Charakters als Spolie verwendet worden sein.

Wappenstein

Steinsockel mit Stadtwappen in der Oberen Kelter
Bild: Peter Fendrich, 2019

Archäologische Prospektion mit Georadar
AGD ließ Freiflächen in der Altstadt untersuchen

Der AGD ließ im September 2018 Freiflächen in der Altstadt auf Spuren früherer Bebauung untersuchen. Im Fokus der geophysikalischen Prospektion durch das Freiburger Unternehmen GGH standen der Pfarrgarten, in dem Fundamente eines früheren Herrenhofes vermutet werden, der Kirchhof um die Spitalkirche und das Schlossareal, wo man Relikte der ehemaligen Reichsburg zu entdecken hoffte. Außerdem wurden der Bereich des Esslinger Tors und das Nachbargrundstück der Grabungsfläche an der Vaihinger Steige untersucht. Für die Prospektion stellte der AGD durchgehend zwei „Messdiener” genannte Assistenten.
Die erforderlichen kartographischen Grundlagen hatte die sehr kooperative Stadtverwaltung bereitgestellt. Bei der GIS-Einmessung der Untersuchungsflächen leistete das Vermessungsbüro Gröner wertvolle Dienste. Sehr hilfreich war auch das Landesamt für Denkmalpflege, das seinerseits großes Interesse an den Ergebnissen signalisierte.

Am 1. Dezember 2018 stellten die Projektleiter Wolfgang Löhlein und Peter Fendrich im Wimpelinhof den Prospektionsbericht von GGH vor und verglichen die Ergebnisse mit historischen Plänen. Insbesondere im Schlosshof ergaben sich interessante Erkenntnisse.

GGH-Bericht zur Georadar-Prospektion (PDF, 4,8 MB)

Einmessung

Christian Hübner von GGH und der Geodät Armin Gröner am 14. September beim GIS-Einmessen

Georadar-Gerät

Christian Hübner von GGH mit dem Georadar-Gerät am 17. September im Spital-Kirchhof
Bilder: Peter Fendrich

Skelettfunde an der Vaihinger Steige
Grabung auf Rossmann-Parkplatz durch ArchäoBW

Wo einst das Gebäude Vaihinger Straße 4 stand, stieß man bei der Planierung für den hier vorgesehenen Rossmann-Parkplatz auf Skelettreste. Darauf wurde der Bau eingestellt und die Gerlinger Firma ARCHAEOBW mit der archäologischen Erkundung beauftragt. Gefunden wurden in diesem Bereich des Äußeren Spitals wilde über geordneten Bestattungen und ein angeschnittenes Fundament, das von einer Kapelle stammen könnte. In Anbetracht der interessanten Befundlage plante der AGD, die limitierte Grabung durch eine Georadar-Untersuchung zu ergänzen. Die Betretungserlaubnis kam dafür jedoch zu spät. Im höher gelegenen Nachbargrundstück erreichte das Georadargerät nicht den interessanten Horizont.

Informationen zur Grabung
Am Tag des Offenen Denkmals berichtete Roswitha Feil im Anschluss an die Spital-Führung von Mechthild Fendrich vor Ort über ihre Beobachtungen während der Grabung.
In der nächsten Ausgabe der Stadtbrille wird Grabungsleiterin Susanne Barthel die bis dahin gesicherten Ergebnisse vorstellen.

Grabung Steige

Grabungsfläche an der Vaihinger Steige 4
Bild: Helmut Hermann

Skelette

Bestattungen an der Vaihinger Steige
Bild: Helmut Hermann

Barfuß übers Stoppelfeld: Schäferlauf-Portrait 
SWR-Sendung vom 19. August 2018

In seiner Sendereihe Im Südwesten stellte der SWR am Sonntag, den 19. August 2018, den Schäferlauf in Markgröningen, Urach und Wildberg ausführlich vor. In dem Portrait kommen neben verschiedenen Aktiven insbesondere Schäfer wie der dreifache Sieger Daniel Erhardt aus Stödtlen (siehe Bild) zu Wort.

Wer die Ausstrahlung verpasst hat, kann den 45 Minuten langen Film bis 18. August 2019 in der Mediathek des SWR anschauen.

Siegerpaar von 2013

Bild: Peter Fendrich (2014)

Dachstuhl eingestürzt
Scheuer von Finstere Gasse 4 schwer beschädigt

Am 3. Juli 2018 ist der Dachstuhl der von außen recht proper dastehenden Scheuer im Hof zwischen Finstere Gasse 4 und Unterer Kelter mit einem Schlag eingestürzt. Da schönstes Sommerwetter vorherrschte, können witterungsbedingte Ursachen ausgeschlossen werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Holzwurm dem Dachstuhl derart zugesetzt hatte, dass eine nachgebende Pfette eine Kettenreaktion ausgelöst hat.

Eingestürzte Scheuer

Bild: Peter Fendrich

Kirchberg, Haigerloch und Rottenburg
Streiflicht vom Jahresausflug am 23. Juni
2018

Der AGD-Ausflug am 23. Juni 2018 führte ins Kernland des Grafen Albrecht II. von Hohenberg, der als Minnesänger auch Graf von Haigerloch genannt wurde. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen besiegte er 1280 mit dem Reichsheer den Grafen Hartmann III. von Grüningen und residierte fortan als Landvogt für Niederschwaben auch in der hiesigen Burg. Der Sieg ermöglichte ihm zudem, 1280 die Stadt Rottenburg am Neckar zu gründen. Nachdem er im Kampf um die Königskrone für seinen Neffen Albrecht von Habsburg 1298 gefallen war, wurde er in der Kapelle des von seinem Vater Burghard gestifteten Klosters Kirchberg beigesetzt. Zuvor hatte er hier schon seine zweite Gemahlin Margareta von Fürstenberg bestatten lassen. Ungeachtet seiner dritten Ehe teilte er mit der Fürstenbergerin eine gemeinsame Grabplatte, die inzwischen an der Chorwand der Klosterkapelle steht.

Grabplatte Albrecht II. von Hohenberg Grabplatte Hohenberg

Grabplatte für den Grafen Albrecht II. von Hohenberg und seine zweite Gemahlin, die Gräfin Margareta von Fürstenberg
Bild: Peter Fendrich, Quelle der Skizze: Hilde Fendrich (zum Vergrößern jeweils anklicken)

Stadtmauer angeschnitten
Aufschlüsse in der Baugrube Helenenstraße 34

Mittelalterliche Stadtmauern wurden selten so massiv angelegt wie im ehemaligen Grüningen. In der Baugrube Helenenstraße 34 wurde die 1,8 Meter starke und etwa zwei Meter unter Grund reichende Mauer sowohl am West- als auch am Ostrand der Grube aufgeschlossen. An deren Nordostecke wurde außerdem ein kleines Stück der vorgelagerten Zwingermauer sichtbar. Ein Vernässungshorizont erinnert an den kleinen Wasserlauf, der im Graben vor der Zwingermauer seinen Ursprung hatte und in den Teich am Unteren Tor floss. Auf das Wasservorkommen verweist auch der Pumpbrunnen unmittelbar neben der Baugrube.

Dank eines Hinweises der Baufirma GKH konnten die Relikte rechtzeitig aufgenommen werden. Auch das Landesamt für Denkmalpflege war vor Ort, um die Funde zu dokumentieren. Weitere Bilder und Lageskizze

Aufschluss Stadtmauer

Aufschluss in der Baugrube Helenenstraße 34 (Ausschnitt, zum Vergrößern anklicken)
Bild: Peter Fendrich

Transkription des Schwabenspiegels
Land- und Lehenrecht im Hochmittelalter

Dr. Rudolf Haller aus Markgröningen hat den aus dem 13. Jahrhundert stammenden und um 1473 von Günther Zeyner in Augsburg gedruckten Schwabenspiegel transkribiert. Damit hat er auf seiner Opera Platonis genannten Plattform eine grundlegende Quelle allgemein zugänglich gemacht.

Der an den römischen Kaiser Konstantin und Karl den Großen anknüpfende Schwabenspiegel befasst sich als süddeutsches Pendant zum Sachsenspiegel mit dem Land– und Lehnsrecht bzw. entsprechenden Reichsgesetzen mit Bezügen auf Bibel, römisches und kanonisches Recht. Dieses Rechtsverständnis zu kennen, ist Voraussetzung für die Interpretation mittelalterlicher Urkunden. Für Hobbyforscher macht Haller damit ein wichtiges Werkzeug zugänglich.

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Schwabenspiegel

Karl der Große als Urheber des Schwabenspiegels
Bild: Diebolt Lauber (15. Jh.), Quelle: Wikimedia

Gröninger Bilder aus Nussdorf
Wertvolle Ergänzung der Galerie Historische Ansichten

Im Zuge der Recherche für sein Geschichtsbuch über die in Nussdorf vorherrschende Wasserknappheit und diverse Bemühungen, dieser Herr zu werden, stieß der Autor Erwin Gayer im Eberdinger Rathaus auf alte Motive von Markgröningen. Digitalisate davon stellte er unserem Fachbeirat Rudolf Dürr zur Verfügung, als dieser sich für das Werk über Nussdorf interessierte. Zwei Bilder zeigen wertvolle Perspektiven verlorener Bauwerke, die dem AGD bislang nicht vorlagen: eines vom Habermasschen Hof, auch bekannt als „Kriegsministerium” und eines vom 1927 abgebrannten Gebäude Wettegasse 2. Diese und weitere Motive finden sich in der Galerie Altstadt bis 1945.

Wettegasse 2

Von dem 1927 abgebrannten Gebäude Wettegasse 2 gab es aus dieser Perspektive bisher kein Bild
Quelle: Erwin Gayer, Nachlass Reischach

Wohncontainer am Oberen Tor
Eingriff im Geltungsbereich der Altstadtsatzung

Als Ersatz für das abgebrannte Haus für Obdachlose im Gerbergässle lässt die Stadtverwaltung Wohncontainer im Bereich des Stadtgrabens vor dem Wimpelinhof aufstellen. Diese Fläche steht unter dem Schutz der vom Gemeinderat beschlossenen Altstadtsatzung (siehe Karte) und kann daher nur übergangsweise bebaut werden.
Der Bürgerverein und der BUND-Ortsverband wollen hier als Ergänzung zum Museum im Wimpelinhof und zum Oberen Tor die Stadtbefestigung wieder erlebbar machen. Dafür soll die Zwingermauer vor der Stadtmauer rekonstruiert und ein Teil des Stadtgrabens ausgehoben werden. Siehe Projektskizze (PDF). Das Projekt wurde wegen der vom Bürgerverein übernommenen Sanierung des Schießhäusles zurückgestellt.

Container am Wimpelinhof

Baumaßnahmen für Wohncontainer im Bereich des Stadtgrabens vor dem Museum im Wimpelinhof
Bild: Peter Fendrich

Stützpunkt Kaffee Klecks
Café-Inhaberinnen unterstützen den AGD

Das noch junge Kaffee Klecks im aufgefrischten Bürgerhaus Marktplatz 5 hat sich als Treffpunkt für AGD-Mitglieder und als Anlaufstelle für Touristen etabliert.
Die qualitätsbewussten Inhaberinnen Alexandra Büchner und Gudrun Lehmann backen ihre Kuchen und Torten täglich selbst, legen Wert auf regionale Produkte und kredenzen diese in gepflegter Kaffeehaus-Atmosphäre.
Darüber hinaus bieten sie ihren Gästen vom AGD herausgegebenen Lesestoff zur Stadtgeschichte an, versorgen Touristen mit Faltblättern und informieren über Stadtführungen.
Inzwischen sind die beiden in Markgröningen aufgewachsenen Inhaberinnen auch Mitglied des AGD geworden. Freitag abends hat sich hier ein Stammtisch etabliert, bei dem AGD-Mitglieder herzlich willkommen sind.

Kaffee Klecks

Kaffee Klecks am Marktplatz
Bild: Peter Fendrich

Kleinod in Unterriexingen
Portrait und Galerie zur Dorfkirche eingerichtet

Die 1628 auf Initiative der Adelsfamilien von Sternenfels und Nippenburg errichtete Dorfkirche in Unterriexingen ist im Inneren ein Kleinod, das wir in einem neuen Gebäude-Portrait von Harald Goldschmidt und einer Galerie vorstellen. Die vormalige Frühmesser-Kapelle löste die weit außerhalb gelegene Frauenkirche als Riexinger Pfarrkirche ab. Wie die Sakristei stammt der untere Teil des Chorturms im Osten vom Vorgängerbau, der 1627 durch einen Sturm stark beschädigt worden war.
1906 haben der junge Architekt Bruno Taut und der Maler Franz Mutzenbecher das Kircheninnere umgestaltet und dabei eine neue Loge für den Ortsadel, die Familie Leutrum von Ertingen, eingerichtet. Die im Sinne der Reformation zentral im Kirchenraum angebrachte Kanzel blieb hier im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen erhalten. Bemerkenswert ist außerdem, dass die Kirche als Multifunktionsbau einen Weinkeller und einen zweistöckigen Getreidespeicher hat.

Dorfkirche Unterriexingen. Bild: P. Fendrich

Dorfkirche mit Chorturm im Osten, flankiert von einem Treppenturm und einer Sakristei
Bild: Peter Fendrich

Über 250 neue Bilder in den Galerien
Historische Ansichten und Panoramen differenziert

Derzeit erstellen wir neue Bilderstrecken in der Rubrik Galerien zu den Themenfeldern Historische Ansichten, „Verlorene Bauten” für abgebrannte oder abgerissene Bauwerke und „Lapidarium” für steinerne Zeugen wie Schlusssteine und Bauplastik, Grab- und Grenzsteine. Allein im Januar 2018 sind über 250 Bilder in den mittlerweile unterteilten Galerien Historische Ansichten und Panoramen hinzugekommen. Ebenso wollen wir die stark nachgefragten Galerien Land und Leute und Kulturlandschaft weiter ausbauen und differenzieren.

Für Fotos, Postkarten oder Skizzen wären wir dankbar. Je älter desto besser! Am liebsten sind uns Bilder, die sich örtlich, zeitlich und einem Autor oder Nachlass zuordnen lassen.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns eingescannte Bilder zuschicken. Die Dateien sollten mindestens 1200 Pixel breit oder hoch sein. Sofern Sie keinen Scanner haben, digitalisieren wir gerne Ihre Originale und geben sie dann wieder zurück.

Helfen Sie mit, eine spannende Retrospektive zu schaffen, die verschiedene Ausflüge in die Vergangenheit ermöglicht. Bitte wenden Sie sich an Roswitha Feil oder Peter Fendrich.

Grabstein in Mauer

Grabstein in der Mauer zwischen Wirtschafts- und Kirchhof, dahinter das Pfründhaus (1966)
Bild: Landratsamt Ludwigsburg

Ochsengespann um 1915

Frau mit Ochsengespann während des ersten Weltkriegs. Wo wurde das Bild aufgenommen?
Bild: Albert Jores

Auf AGD-Veranstaltungen wird in der Rubrik Ausblick verwiesen, Berichte dazu finden sich unter Rückblick.
Eine Vorschau auf Veranstaltungen anderer Vereine und Institutionen findet sich unter Rundblick.

Pinnwand des AGD: Aktuelle Meldungen und Mitteilungen des Arbeitskreis Geschichtsforschung und Denkmalpflege Markgröningen (AGD) 

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Haferweg 10
71706 Markgröningen
Tel. 07145-93 10 19
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Mitglieder des Vorstands:
Günther Mertz (1. Vors.)
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Peter Fendrich (Schriftführer)
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Otto Beck (Schatzmeister)
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Der Mindestbeitrag beträgt derzeit 24 Euro.
Höhere Beiträge und Spenden sind willkommen und steuerlich absetzbar. Junge Mitglieder sind bis zum Alter von 24 Jahren von der Beitragspflicht freigestellt.
Mitglieder erhalten von neuen Ausgaben der AGD-Reihe Durch die Stadtbrille jeweils ein
Freiexemplar. Neumitglieder erhalten zur
Begrüßung eine bereits erschienene Ausgabe der Stadtbrille ihrer Wahl.

Beitrittserklärung (PDF)

Satzung (PDF)

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AGD-Jahresprogramm 2019 (PDF)

Flyer zu den Stadtführungen (PDF) 

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AGD-Flyer Titel

Zur Vorstellung der Vereinsaktivitäten und zur Mitgliederwerbung hat der AGD 2017 ein Faltblatt herausgegeben (PDF)

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Pinnwand des AGD. Aktuelle Meldungen

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