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Landkapitel Grueningen

Die drei Landkapitel Weil der Stadt, Vaihingen und Grüningen im Archidiakonat Trinitatis der Diözese Speyer incl. Schwieberdingen und Vöhingen (vor 1500). Farblich abgesetzt sind die „Exklaven” des Heilig-Geist-Spitals in Mühlhausen an der Enz, Remmigheim, Bissingen und Bietigheim
Bild: Peter Fendrich, Quelle: F. X. Glaschröder, Wikimedia

Rundblick

Vernetzung und Austausch mit anderen Geschichtsvereinen

Geschichtsforschung in einer ehemaligen Oberamtsstadt mit Sitz eines Landkapitels und überregional aktivem Spital kann sich nicht auf die Kirchturmperspektive beschränken. Der AGD Markgröningen ist deshalb sehr an einer Vernetzung und am Austausch mit den Geschichtsvereinen in den ehemaligen „Amtsflecken” und darüber hinaus interessiert.

Gerne nehmen wir entsprechende Artikel im Artikelarchiv und in unserer Bibliographie auf. Hier verweisen wir auf Veranstaltungen und Veröffentlichungen anderer Geschichts- und Heimatvereine und bieten Links zu ihren Internetseiten an.

Bitte melden Sie uns auch Ihre Termine. Kontakt: redaktion@agd-markgroeningen.de

Barthel-Musical

Bild: Musikverein Stadtkapelle

Barthel – das Musical
DVD des Musikvereins Stadtkapelle Markgröningen ab 24. April 2021 erhältlich

Der Musikverein Stadtkapelle Markgröningen hat eine DVD zum Barthel-Musical zusammengestellt. Musik und Songtexte stammen von Stadtmusikdirektor Georg ter Voert, Regie führte Matthias Eckert. Die Filmaufnahme des Musicals hat ter Voert um zahlreiche Beiträge wie historische Bilder vom AGD ergänzt, die in den letzten Wochen bei ihm eingegangen sind: „Der entstandene Film ist nun weit mehr als eine einfache Aufnahme des damaligen Musicals, lassen Sie sich überraschen!”
Ab dem 24.04.2021 wird die DVD für 12,50 Euro erhältlich sein. Die  Verkaufsstellen werden demnächst bekanntgegeben.

Schusterbahn-Exkursion

Teilnehmer der Schusterbahn-
Exkursion am Gleis 5 in Ludwigsburg
Bild: Peter Fendrich 2021

Karte zum BUND-Konzept für ein integriertes Schienennetz (PDF)

Karte zur Regionalbahn-Tangente auf der Schusterbahn (PDF)

Luftbild zum geplanten W&W-Halt (PDF)

Luftbild zum geplanten Halt Kornwestheim Rbf (PDF)

VCD-Stufenplan (PDF)

Auf der Schusterbahn von Ludwigsburg nach Untertürkheim
Exkursion des BUND Markgröningen am 29. März 2021

Der BUND Markgröningen setzt sich dafür ein, die zu reaktivierende Bahnstrecke Ludwigsburg-Markgröningen über einen neuen W&W-Halt mit der Schusterbahn von Kornwestheim nach Esslingen zu verknüpfen, zusammen „Reichsstadt-Tangente” genannt. Inzwischen will der Verband Region Stuttgart (VRS) die Realisierung dieser Regionalbahn-Tangente von Esslingen nach Markgröningen als leichter realisierbare Alternative zur vorgeschlagenen S-Bahn-Tangente von Esslingen nach Bietigheim-Bissingen in die Debatte einbeziehen. Für einen entsprechenden Beschluss der Regionalversammlung wird allerdings vorausgesetzt, dass sich die Anrainer-Kommunen positiv dazu äußern. Der BUND erhofft sich diesbezüglich ein klares Signal des Markgröninger Gemeinderats. Ziel ist die Gründung einer interkommunalen Initiative, die dem VRS den Rücken stärkt.
Wegen Baumaßnahmen in Kornwestheim bestand an Werktagen bis zum 1. April die seltene Gelegenheit, die Strecke entsprechend dem vom BUND Markgröningen vorgeschlagenen Verlauf zu befahren: von Ludwigsburg über das westlich der Frankenbahn liegende Gütergleis zum östlichen Gleis des Kornwestheimer Rangierbahnhofs und über Zazenhausen, Münster, Cannstatt-Ebitzweg und Neckarpark bis Untertürkheim. Am 29. März lud der BUND zu einer auf 20 Teilnehmer beschränkten Probefahrt mit Erläuterungen von Peter Fendrich ein.

Dorfkirche von Norden

Dorfkirche in Unterriexingen 2015 von Norden
Bild: Peter Fendrich

Riexinger Dorfkirche zur Kirche des Monats gekürt
Guter Start für die Spendensammlung zur Renovierung der Pfarrkirche 

Die innen von dem berühmten Architekten Bruno Taut gestaltete Dorfkirche in Unterriexingen wurde von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) zur Kirche des Monats Februar 2021 auserkoren und mit einem Zuschuss von 10.000 Euro für die anstehende Renovierung bedacht. Für die Kirchengemeinde ein willkommener Sockel zur Finanzierung der Restaurierungsarbeiten an Turm und Dachstuhl. 400.000 Euro sind dafür veranschlagt, die Pfarrer Ralph Hermann weitestgehend durch Zuschüsse und Spenden von Bürgern, Vereinen und Unternehmen abzudecken hofft. In den Riexinger Geschäften und in der Kirche stehen Sammeldosen bereit.

Dichterhäusle

Dichterhäusle bei Bahnhofstraße 6 vor dem Abbruch 1972
Bild: Eduard Haidle

Förderverein Dichterhäusle gegründet
Gründungsversammlung am 28. Oktober, Beurkundung am 17. Dezember 2020

In dem 1972 abgerissenen Gartenhaus an der Bahnhofstraße sollen sich einst Friedrich Hölderlin und seine beiden Dichterfreunde Rudolf Magenau (gebürtiger Gröninger) und Ludwig Neuffer getroffen haben. Der ehemalige AGD-Vorsitzende Dr. Walter Ebner und AGD-Beirat David Zechmeister wollten noch im Hölderlinjahr den Grundstein zum Wiederaufbau des „Dichterhäusles“ legen und dazu einen Förderverein gründen. Ihrer Einladung folgten am 28. Oktober 15 Interessenten ins evangelische Gemeindehaus. Zechmeister stellte im Rahmen eines Lichtbildervortrags vor, was über Bauzeit, Vorbesitzer, Kriegsschaden, Bestandsaufnahme, Rettungsversuche und die Entsorgung bekannt ist. Ebner präsentierte einen weitgehend vom Förderverein Bartholomäuskirche übernommenen Satzungsentwurf, der einstimmig angenommen wurde.
Bei der anschließenden Diskussion über das Vorhaben wurden verschiedene Bedenken geäußert: Das Baumaterial des 18. Jahrhunderts stehe ebenso wie der alte Standort nicht mehr zur Verfügung. Ein neuer Standort sei noch nicht gesichert und kein Finanzierungsplan erstellt.
Dennoch wurde die Gründung des Fördervereins einhellig beschlossen und ein vorläufiger Vorstand per Akklamation bestimmt: 1. Vorsitzender: Dr. Walter Ebner, 2. Vorsitzender: David Zechmeister, Schriftführer: Albrecht Staudt. Der Posten des Kassiers konnte vorerst nicht besetzt werden, wurde nachträglich aber von Claire Bayer übernommen. Der Mindestbeitrag der Mitglieder soll 20 Euro pro Jahr betragen. Spenden seien in Aussicht gestellt worden. Am 17. Dezember wurde die Gründung des Vereins notariell besiegelt. Inzwischen hat er 33 Mitglieder.

LKZ-Poster

Bild: Ludwigsburger Kreiszeitung

Blick durchs Fischauge auf Markgröningen
Ludwigsburger Kreiszeitung bietet Postkarte und Poster an

Die Ludwigsburger Kreiszeitung hat sehenswerte Innenstädte im Kreis mit dem Fischauge genannten Super-Weitwinkel (360 Grad) aufnehmen lassen. Von Ludwigsburg, Großbottwar, Besigheim und Markgröningen wurde jeweils ein vertikales Luftbild mit dem Marktplatz als Zentrum gemacht.

Die vier originellen Motive werden als Plakate im Format A1 und als Postkarten zum Kauf angeboten. Sie können einzeln und als Serie im LKZ-Leser-Shop bestellt oder in der Geschäftsstelle in der Ludwigsburger Körnerstraße erworben werden. Die Plakate werden bis 31.12.2020 zum Einführungspreis von 4,90 Euro angeboten. Danach kosten sie 7,90 Euro. Einzelne Postkarten gibt es für 1,50 Euro, die Postkartenserie kostet 4,80 Euro.

Ludwigsburger Geschichtsblätter

Neu erschienen: Band 74/2020 der Ludwigsburger Geschichtsblätter

Ludwigsburger Geschichtsblätter
Historischer Verein für Stadt und Kreis Ludwigsburg stellt Band 74 vor

Der im November 2020 erschienene Band 74 der Reihe Ludwigsburger Geschichtsblätter des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg präsentiert eine frühmittelalterliche Wassermühle in Oberriexingen, das Großbottwarer Rathaus, Friedhöfe in Ditzingen und steinerne Bogenbrücken im Kreisgebiet.
Weitere Aufsätze beleuchten das Marbacher Stadtleben vor 350 Jahren, die Wandererfürsorge im Oberamt Ludwigsburg, die Anfänge der Demokratie im Südwesten, frühere Keramikmaler aus den Ludwigsburger Manufakturen, die Geschichte der Familie Aigner bzw. der Ludwigsburger Bäder sowie die Biographien der in Ludwigsburg und Bietigheim wirkenden Nationalsozialisten Ferdinand Ostertag und Wilhelm Holzwarth.

Die Ludwigsburger Geschichtsblätter können im Buchhandel sowie im Kundencenter der Ludwigsburger Kreiszeitung für 18 Euro erworben werden.

Bahnreaktivierung

Stelldichein am Bahnhof Markgröningen. Von links: Moderator Claus-Peter Hutter, Staatssekretär Steffen Bilger MdB, Peter Fendrich (BUND), Matthias Lieb (VCD), und Bürgermeister Rudolf Kürner
Bild: Andreas Essig

Bahnreaktivierung seit 30 Jahren verschleppt
VCD- und BUND-Vertreter bei der „Öko-Tour” von Staatsekretär Steffen Bilger

Bei der „Öko-Tour” durch seinen Wahlkreis hatte Verkehrsstaatsekretär Steffen Bilger (MdB) am 1. September 2020 einen Ortstermin am Markgröninger Bahnhof eingelegt. Als Referenten waren hierfür Matthias Lieb, Landesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und Peter Fendrich vom BUND Markgröningen eingeladen.
Ihr Thema war die seit dreißig Jahren verschleppte Reaktivierung der Bahnstrecke Ludwigsburg–Markgröningen und deren Integration ins geplante Stadbahnnetz.
Lieb und Fendrich stellten fest, dass bislang keine Maßnahmen zur Umsetzung des im Oktober 2018 vereinbarten Vorlaufbetriebs erfolgt seien und statt dessen die Zeit raubende und Potenziale vernichtende Entwidmung der Bahnstrecke angestrebt werde. Wie die Blockade der Bahnreaktivierung zu lösen wäre, ohne die Förderfähigkeit der Stadtbahn-Planung zu gefährden, zeigten sie anhand eines Stufenkonzepts, dessen Kurzfassung hier als PDF bereitsteht.

Und dann kam Corona

Autorin Gabi Pietsch und Illustrator David Zechmeister
Bild: Carsten Blind

Und dann kam Corona …
Gabi Pietsch und David Zechmeister präsentieren Bilderbuch zum Schäferlauf

Als klar war, dass der Schäferlauf 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen muss, schrieb die Erzieherin Gabi Pietsch eine Geschichte zum Trost der kleinen Schäferlauffreunde in ihrem Kindergarten: “Es waren mal drei Schafe …”. Mit David Zechmeister fand sie einen liebevollen Illustrator. Mit Unterstützung durch den Verein der Schäferlauffreunde, die Stadt und Layouter Carsten Blind wurde aus dem geplanten Unikum ein schönes Bilderbuch, das Zechmeister, Fachbeirat im AGD, durch einen historischen Rückblick auf ausgefallene Schäferläufe ergänzte.
Die erste Auflage von 750 Stück zum Preis von 15 Euro war binnen einer Woche ausverkauft. Eine zweite Auflage kam zum Schäferlaufwochenende auf den Markt und war ebenso schnell vergriffen. Weitere Bilder

HVM-Logo

Heimatverein Möglingen

Schwäbische Mundart
Heimatverein Möglingen erläutert schwäbische Begriffe und ihre Aussprache

Vor allem in der Region Stuttgart verschwindet der variantenreiche Dialekt mehr und mehr aus dem Sprachgebrauch. Damit gehen auch zahlreiche schwäbische Spezialwörter verloren. Jüngere können damit meist nichts mehr anfangen. Das erschwert auch die Transkription alter Urkunden.
Der Heimatverein Möglingen baut deshalb auf seinem Internet-Auftritt ein schwäbisches Lexikon auf, das auch für Kenner interessant ist. So zeigt die teils angebotene Vertonung, dass manches Wort bereits in Möglingen anders ausgesprochen wurde als in Markgröningen.

Stuttgarter Marktplatz

Stuttgarter Marktplatz 1942
Quelle: StadtA S und StZ

Stuttgart 1942
Stuttgarter Zeitung und Stadtarchiv Stuttgart laden zur Zeitreise im Internet ein

Das alte Stuttgart, von dem der damalige Oberbürgermeister Karl Strölin nach den Bombennächten im Sommer 1944 sagte, dass es „untergegangen” sei, existiert noch auf Bildern: Denn die Stuttgarter Stadtverwaltung veranlasste 1942 eine Fotodokumentation nahezu aller Straßenzüge. Dieser einzigartige Bilderschatz blieb im Stadtarchiv erhalten und wird nun erstmals im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Stuttgarter Zeitung und Stadtarchiv Stuttgart gehoben. Unter dem Titel „Stuttgart 1942“ werden rund 12.000 Aufnahmen im Internet inklusive einer Suchfunktion und erläuternden Artikeln präsentiert. Ein spektakuläres Angebot!

Herzog Eberhard Ludwig

Herzog Eberhard Ludwig
Bild: Peter Fendrich

Einblicke in die Ludwigsburger Stadtgeschichte
Ludwigsburger Stadtarchiv stellt zahlreiche Archivalien online bereit

1709 rührte Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg erstmals die Werbetrommel, um Bürger fürs neu gegründete Ludwigsburg zu gewinnen. Sein Flugblatt und viele andere Archivalien kann man auf den kürzlich freigeschalteten Internet-Seiten des Ludwigsburger Stadtarchivs rund um die Uhr online ansehen. Neben den untergliederten Bestandsübersichten stehen hier erste Urkunden und Akten aus Ludwigsburg und seinen Stadtteilen digitalisiert zur Verfügung.
Schlagwörter helfen bei der Recherche. Und wer die entdeckten Archivalien vor Ort einsehen will, kann online eine Bestellliste generieren und einen Wunschtermin eingeben. Dann liegt die persönliche Auswahl im Lesesaal bereit.

www.stadtarchiv-ludwigsburg.findbuch.net

Vetter aus Dingsda

Klappe für Aufnahmen auf dem Stoppelfeld für den Spielfilm “Der Vetter aus Dingsda” 1953
Bild: Wilhelm Röckle

Vetter aus Dingsda

Schäferlaufsprecher Erich Tomschik mit Schauspielerin Vera Molnar
Bild: Eduard Haidle

Vetter aus Dingsda

Filmteam auf dem Stoppelfeld
Bild: Eduard Haidle

Schäferlauf 1953 als Filmkulisse
Open-Air-Aufführung von „Der Vetter aus Dingsda” am 20. August auf dem Marktplatz

„Markgröningen aktiv!“ führte am 20. August den Heimatfilm „Der Vetter aus Dingsda“ beim Markgröninger Marktplatzabend vor. Für die zahlreich erschienenen Gröninger eine schöne Einstimmung auf das kommende Fest. Aber wie kamen damals im Jahre 1953 die Markgröninger mit ihrem Schäferlauf zu solchen Filmehren? Die Central-Europa-Film-Gesellschaft aus Berlin fragte beim damaligen Landesverkehrsverband Württemberg an, ob er nicht Vorschläge machen könne, wo man einen Teil der Außenaufnahmen für den Film „Der Vetter aus Dingsda” drehen könne. Viele Vorschläge wurden gemacht, und Ludwigsburg mit seinem Schloss Monrepos machte schließlich das Rennen. Nun war aber in Karl Antons Drehbuch auch ein Erntefest vorgesehen, was schließlich den naheliegenden Markgröninger Schäferlauf ins Spiel brachte.
Also sämtliche Filmschauspieler, Kameramann, Regisseur und Produktionsstab auf nach Markgröningen! Und so sorgten am Haupttag so allseits bekannte Schauspieler wie Grethe Weiser, Vera Molnar, Gerhard Riedmann, Gunther Phillip und Hans Richter schon für einigen Wirbel, als sie mit ihrem Regisseur Karl Anton hier aufkreuzten, um zu erkunden, was sie von unserem Fest so für ihren Film brauchen könnten. Es war Einiges, und so hieß es am nächsten Tag „Klappe auf!” für die über Nacht zu Filmschauspielern gewordenen Markgröninger. Für den Schäferlaufsprecher Erich Tomschik im doppelten Sinn, denn er bekam sogar eine Sprechrolle.
Der Schäferlaufhaupttag war ein Montag, und so wurde in den folgenden drei Tagen noch auf dem Stoppelfeld das Fest mit einem Massenaufgebot freiwilliger Komparsen und kostenloser Kulisse nachgedreht. Wer nicht frei hatte, machte sich in der Mittagspause auf, um das Filmgeschehen vor Ort zu verfolgen. Der Landjugend und ihrem Erntewagen wurde mit Gerhard Riedmann im Lettenbödle draußen noch ein eigener Filmmoment zuteil. Einige Arbeiter der Stadt warteten ebenso geduldig wie aufmerksam, bis die Randaufnahmen in der letzten verbliebenen Tribünenecke beendet waren und der Abbau dieser beginnen konnte.
Zum Dank für das große Entgegenkommen der Stadt, die auf Wunsch der Aufnahmeleitung zudem einzelne Spiel­szenen mehrmals wiederholen ließ, und für das Engagement der vielen Markgröninger Statisten stiftete die Filmgesellschaft einen Beitrag zur Erhaltung des hiesigen Rathauses. „Der Vetter aus Dingsda” lief dann im November desselben Jahres (1953) in den Lichtspielhäusern an. Weitere AGD-Bilder.
David Zechmeister

NS-Ermittler

Zentrale Stelle am Schorndorfer Tor in Ludwigsburg
Bild: Ludwigs Unbürger, Wikimedia

„Die Ermittler von Ludwigsburg”
Ausstellung im Schorndorfer Torhaus in Ludwigsburg

Die Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mit systematischer Militarisierung und auf Angriffskriege ausgerichteter Politik gehören zu den dunkelsten Punkten der deutschen Geschichte. Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen trägt Informationen für staatsanwaltschaftliche Vorermittlungen gegen NS-Verbrecher zusammen. Das Schorndorfer Torhaus beherbergt die Ausstellung „Die Ermittler“, welche einen Einblick in die Arbeit der „Zentralen Stelle” eröffnet und Interessantes über die Geschichte des Gebäudekomplexes bestehend aus dem Torhaus und dem Oberamtsgefängnis aus dem 19. Jahrhundert vermittelt.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei und von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr oder nach Vereinbarung mit Führung möglich. Anmeldung von Gruppenführungen: Außenstelle des Bundesarchivs

Floßholz

Projektleiter Tilmann Marstaller bei der Entnahme einer Dendro-Probe in der Roßwager Kelter
Bild: SHB

Enz-Floßholzverwendung in älterer Bausubstanz
Grundlagen, Methoden und Ergebnisse

Über hundert Mitglieder der Regionalgruppe Stromberg-Mittlere Enz des Schwäbischen Heimatbundes und örtlicher Geschichts- und Heimatvereine haben unter Anleitung von Tilmann Marstaller bei der Suche und Identifizierung von Floßholz im Einzugsgebiet der Enz mitgewirkt. Die vielfältigen Funde werden in einem neu erschienenen Buch dargestellt. Ein ortsspezifischer Auszug steht im Artikel-Archiv zum Download bereit. Das komplette Werk erhalten Sie durch eine Spende über 15 Euro für Druckkosten an den Schwäbischen Heimatbund. Im Handel ist es nicht erhältlich.

Bankverbindung: Sparkasse Pforzheim-Calw, IBAN: DE10 6665 0085 0008 4352 35.
Bitte geben Sie auf der Überweisung Ihren Namen und Ihre Adresse sowie Ihre Telefonnummer an.

Nussdorf - eine Gölte Wasser ...

Nussdorf – eine Gölte Wasser …
Trinkwasser auf der Nussdorfer Höhe von den Römern bis in unsere Zeit

Das Trinkwasser war auf der Nussdorfer Höhe zwischen Kreuzbach- und Strudelbachtal schon immer knapp. Eine Gölte Wasser – 15 bis 18 Liter – war das tägliche Quantum,  das eine Familie unabhängig  von ihrer Personenzahl aus den Nussdorfer Gemeindebrunnen schöpfen durfte. Bis 1867 eine Pumpstation am Strudelbach eingerichtet wurde. Die erste ihrer Art und beispielgebend für die Versorgung hochliegender Gemeinden auf der Alb.
Zum 150-jährigen Jubiläum der technischen Wasserversorgung von Nussdorf hat der Ortshistoriker Erwin Gayer deren Vorgeschichte und Entwicklung anschaulich aufbereitet. Das 219 Seiten umfassende Werk ist auch für Auswärtige interessant.

Erwin Gayer: Nussdorf – eine Gölte Wasser. Trinkwasser auf der Nussdorfer Höhe von den Römern bis in unsere Zeit. Hg.: Gemeinde Eberdingen, Vaihingen 2017, 219 S., ISBN 978-5-00-058163-2

Markgröningen einst und jetzt Markgröningen einst und jetzt
Bildband von Petra Schad und Manfred Simons

„Zeitsprünge” heißt die Reihe des Sutton-Verlags, in der nun auch Markgröningen vorgestellt wird. Historischen Bildern wird jeweils ein modernes Pendant gegenüberstellt. Manfred Simons fertigte aktuelle Fotos aus dem selben Blickwinkel an, um Veränderungen bestmöglich nachvollziehbar zu machen.
Stadtarchivarin Dr. Petra Schad steuerte knappe Erläuterungen des historischen Kontexts zu den 55 Bildpaaren bei.

Erschienen bei Sutton in Erfurt 2016, 122 Seiten, Preis: 19,99 Euro, erhältlich an der Rathaus-Pforte und bei der Buchhandlung am Marktplatz.  ISBN 978-3-95400-442-3

Hohberg von Westen

Hohberg über dem Glemstal von der Frauenkirche (von Westen)
Bild: Peter Fendrich (4/2015)

Neckar-Enz-Stellung
Gangsystem mit Bunkern im Hohberg soll zugänglich werden

Der dem Geschichtsverein Bietigheim-Bissingen angegliederte Arbeitskreis Bunkerforschung will das weitgehend erhaltene Hohlgangsystem im Hohberg restaurieren und für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Die zur Neckar-Enz-Stellung gehörende Anlage südlich von Unterriexingen erstreckt sich über mehrere Etagen und verbindet verschiedene Bunker. Das Bürgerforum Unterriexingen hat Unterstützung für die erforderlichen Maßnahmen zugesagt. Einblicke in das Hohlgangsystem finden sich unter Vergessene Projekte.

Infos zum Arbeitskreis Bunkerforschung

Vaihinger Dreiklang

Vaihinger Dreiklang vom Marktplatz: Rathaus, Schloss Kaltenstein und Stadtkirche
Bild: Peter Fendrich (6/2017)

Handwörterbuch für Geschichtsfreunde
Vaihinger Online-Lexikon zum Nachschlagen historischer Begriffe

Wer beim Quellenstudium auf unverständliche Bezeichnungen, Abkürzungen oder lateinische Begriffe stößt, findet im umfangreichen „Handwörterbuch für Vaihinger Geschichtsfreunde” auf den Internetseiten der Stadt Vaihingen wahrscheinlich die Erklärung. Ein toller Service auch für Auswärtige!

Handwörterbuch für Vaihinger Geschichtsfreunde

Angebote des Landesamts für Denkmalpflege 

Datenbank zur Bauforschung

Ziel dieser Datensammlung zur Bauforschung und Restaurierung ist es, vorhandenes Wissen über historische Gebäude besser verfügbar zu machen. Viele bauhistorische Dokumentationen, die wichtige und spannende Informationen zu einzelnen Gebäuden enthalten, verschwinden oftmals in den Akten oder verbleiben beim Bearbeiter, ohne dass die interessierte Öffentlichkeit davon Kenntnis nehmen kann.
Zukünftig werden diese Untersuchungen nach bauhistorischen und denkmalfachlichen Aspekten in dieser Datenbank erfasst und stehen damit unterschiedlichen Benutzergruppen, wie Bauforschern, Denkmalpflegern, Denkmalbesitzern und allen an historischen Gebäuden Interessierten zur Verfügung. Die Entwicklung dieser Datenbank ist ein Projekt des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Baden-Württemberg des Arbeitskreises für Hausforschung.

Online-Publikationen des LAD
Unter Publikationen kann man kostenlos Publikationen des Landesamts für Denkmalpflege herunterladen, die im Buchhandel nicht mehr erhältlich sind. Weitere Online-Veröffentlichungen finden sich in den Rubriken Fundberichte, Nachrichtenblatt, Infobroschüren und Geschäftsbericht.

Amt Grüningen um 1575 (gesüdet) mit den Amtsflecken Münchingen, Schwieberdingen, Möglingen, Pflugfelden, Oßweil, Eglosheim, Asperg, Tamm, Bissingen, Untermberg, Metterzimmern, Sersheim, Groß- und Kleinsachsenheim
Bild: Heinrich Schweickher, Quelle: WLB

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Links zu lokalen Geschichtsvereinen:


Links zu überregional aktiven Vereinen:


Links zu Markgröninger Vereinen:


Links zu lokalen Geschichtsforschern:


Links zu Museen:


Artikel zur Landesgeschichte:

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