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Erfreulich gute Resonanz
Tag des Offenen Denkmals am 11.9.2022

Gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde und dem Förderverein Bartholomäuskirche bot der AGD zum Tag des Offenen Denkmals für Markgröningen ein umfangreiches Programm mit 20 Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten an. Bei meist guten Wetterverhältnissen stieß das Programmangebot auf eine gute bis sehr gute Resonanz. Als Highlight entpuppte sich die Führung im Eiskeller am Schäferweg, zu der rund 90 Interessierte kamen. Für fast alle war es die erste Begehung dieses beeindruckenden Felsenkellers, der tief in den Benzberg hineinreicht und im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker diente. Sehr gut besucht war auch der Info-Stand des AGD auf dem Kirchplatz, der als Anlaufstelle für Fragen zur Markgröninger Geschichte diente und von zahlreichen Mitgliedern zur Abholung ihres Freiexemplars der neuen Stadtbrille zur Geschichte der Grafen von Grüningen genutzt wurde. Dabei konnte der AGD sieben neue Mitglieder willkommen heißen.

AGD-Stand 2022

Ariane Schröfel und Monika Zorn am Büchertisch des AGD auf dem Kirchplatz
Bild: Helmut Hermann

Eiskeller

Großer Andrang zur Besichtigung des Eiskellers unterm Benzberg
Bild: Helmut Hermann

Grafen von Grüningen und Heuneburg
Jahresexkursion am 10. Juli 2022 ins Donautal

Die Jahresexkursion des AGD am 10. Juli 2022 führte ins Donautal. Auf dem Programm standen der oberschwäbische Wirkungskreis der Grafen von Grüningen und Landau, die sich nach dem Flecken Grüningen an der Donau benannt haben sollen: mit Stippvisiten zum Burgstall Landau, zum Schloss Hornstein in Grüningen und ins Kloster Heiligkreuztal. Nach empfehlenswertem Essen im Gasthof zum Engel in Herbertingen folgte eine Führung durch das keltische Oppidum Pyrene (Heuneburg) und buntes Treiben auf der Heuneburg mit zahlreichen Vorführungen zu keltischen Lebensumständen und Handwerkstechniken.

Grüningen/Donau

Schloss Hornstein in Grüningen/Donau
Bild: Peter Fendrich 2021

 

Neustart des AGD nach der Corona-Blockade
Mitgliederversammlung am 20. April 2022 im evangelischen Gemeindehaus

Zur Mitgliederversammlung am 20 April 2022 im evang. Gemeindehaus konnte der AGD-Vorsitzende Günther Mertz 31 von 125 Mitgliedern begrüßen und zwei davon nach 50-jähriger Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernennen: Hilde Fendrich und Wolfgang Trautwein. Sterbefälle waren seit der letzten Mitgliederversammlung keine zu beklagen.
Die pandemiebedingten Einschränkungen für Veranstaltungen konnte der AGD mit seinem umfangreichen Internet-Auftritt abfedern, der umfangreiche Galerien mit über 9300 Bildern umfasst und sich großer Nachfrage erfreut: Pro Tag registriert der AGD rund 1250 Seitenaufrufe. Insgesamt sind es mittlerweile fast 1,8 Millionen Klicks. Dieses für Geschichtsvereine „einzigartige Angebot” zukunftssicher zu erhalten, stelle, so Mertz, allerdings die größte Herausforderung für das laufende Geschäftsjahr dar. Denn das bisher genutzte Content Management System (CMS) WordPress Classic soll zum Jahresende auslaufen. Das bedeutet, dass derzeit 931 Einzelseiten auf ein neues CMS übertragen werden müssen. Das ist ehrenamtlich nicht mehr leistbar und wird Kosten verursachen, die laut Schatzmeister Otto Beck den Etat des AGD überfordern. Bevor diese Leistung ausgeschrieben werden kann, müssten die verfügbaren Mittel deshalb durch Spenden und Fördermittel aufgestockt werden.
Ebenfalls in diesem Geschäftsjahr erscheint eine neue Ausgabe der Reihe „Durch die Stadtbrille” mit dem Themenschwerpunkt Grafen von Grüningen, der auch bei der Jahresexkursion aufgegriffen wird.
Beim Tag des Offenen Denkmals am 11. September wird der AGD mit dem Förderverein Bartholomäuskirche kooperieren und seine Anlaufstelle auf dem Kirchplatz einrichten. Hier sollen auch die vorgesehenen Führungen starten.
Vom neu erschienenen Buch 750 Jahre Bartholomäuskirche wurden 14 Exemplare verkauft.

Licht und Schatten
Musikalisch begleitete Stadtführung am 23. Oktober 2021

„Licht und Schatten – Gegensätze in der Markgröninger Altstadt” war das Motto einer vom Musikverein Stadtkapelle Markgröningen mit dem AGD inszenierten Stadtführung zu fünf historischen Schauplätzen. Aufgeteilt in fünf Gruppen erfuhren die rund 100 Teilnehmer, wie Arm und Reich, Ehrbarkeit und Gemeiner Mann sich im Mittelalter auf engstem Raum begegneten und wie benachteiligte Bürger 1514 den Aufstand probten.
In stimmungsvoller Atmosphäre wurde der historische Kontext im Schlosshof von Günther Mertz, in der Bartholomäuskirche von Dr. Petra Schad, am Wettebrunnen von Mechthild Fendrich, am Spital von Monika Zorn und an der Ecke Backhausgasse/Finstere Gasse von Edith Holzer-Böhm erläutert und von Gruppen des Musikvereins musikalisch untermalt. Zum Abschluss im Schlosshof spielte das komplette Ensemble auf.

Bartholomäuskirche Finstere Gasse Schlosshof

Dr. Petra Schad in der Bartholomäuskirche, Horn-Trio in der Finsteren Gasse und Günther Mertz als Graf von Grüningen im Schlosshof bei der Stadtführung „Licht und Schatten” am 23.10.2021 mit dem Musikverein
Bilder: Helmut Herman

Fahndung nach Schlüsselburg und Sankt-Johann-Kapelle
Archäoprospektion auf dem Schlüsselberg und auf der Sankt-Johännser-Allmende

Nach zahlreichen Rodungs- und Pflegeaktionen erfolgte vom 21. bis 23. September 2021 die geophysikalische Suche nach Fundamenten von Schlüsselburg und Sankt-Johann-Kapelle. Die vom AGD beauftragte Firma Terrana Geophysik aus Mössingen setzte je nach Geländebeschaffenheit Georadar oder Geoelektrik ein [PDF]. Geschäftsführer Dr. Arno Patzelt stellte nach ersten Stichproben Funde in Aussicht. Die Datenauswertung werde allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Weitere Bilder finden sich in der Galerie Kulturlandschaft (St. Johännser Allmende bis Schlüsselberg). Bleibt zu hoffen, dass die Stadtverwaltung die mühsam von Schnee- und Brombeeren befreiten Untersuchungsflächen künftig offen hält.

Georadar Geoelektrik

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Mit Georadar und Geoelektrik am 21. September 2021 auf dem Schlüsselberg
Bilder: Peter Fendrich 2021

Denkmaltag
Tag des offenen Denkmals 2021 Aufstand des Armen Konrad 1514


Historisch-geographische Stadtführung mit Peter Fendrich und Kostümführung zum Aufstand des Armen Konrad mit Norbert Kretschmer und Roswitha Feil am Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021
Bilder: Ariane Schröfel u. Kurt Hahn-Feil

AGD nach Höhenflug im Jubiläumsjahr ausgebremst
Mitgliederversammlung am 1. September 2021 im evang. Gemeindehaus

25 von 121 Mitgliedern nahmen an der abgespeckten Mitgliederversammlung ohne Vergabe des Sanierungspreises und ohne den traditionellen Vortrag am 1. September 2021 im ev. Gemeindehaus teil – pandemiebedingt die erste Mitgliederversammlung seit rund zweieinhalb Jahren. Nach dem Höhenflug im Jubiläumsjahr 2019, in dem der AGD mit der Aufführung eines selbst inszenierten Theaterstücks, mit einer Ausstellung zur Altstadtsanierung, einem Musikabend im Spitalkeller und der neuen Schäferlaufgruppe sehr präsent war, mussten ab März 2020 die öffentlichen Aktivitäten weitgehend heruntergefahren und die im ersten Quartal vorgesehenen Mitgliederversammlungen abgesagt werden.
Nun konnten die Geschäftsberichte für 2019 und 2020 vorgelegt und die satzungsgemäßen Regularien zügig abgearbeitet werden. Vorstand und Fachbeirat wurden für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 einstimmig entlastet. Bei den Wahlen der Mitglieder von Vorstand, Fachbeirat und Rechnungsprüfung wurden alle Kandidaten einstimmig für zwei Jahre gewählt. Dabei tauschten Helmut Hermann und Peter Fendrich die Funktion als Schriftführer bzw. Fachbeirat, Norbert Mönig folgt als Rechnungsprüfer Gerhard Schmid, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellte. Darüber hinaus gab es keine Änderungen im Personaltableau.
Für 50jährige Mitgliedschaft im AGD wurde die Ortsgruppe Markgröningen des Schwäbischen Albvereins geehrt, für 40jährige Mitgliedschaft Wilhelm Wild. [Protokoll]

AGD-Vorstand

AGD-Vorstand vor Eröffnung der Versammlung: Günther Mertz (1. Vorsitzender), Ariane Schröfel (2. Vorsitzende), Helmut Hermann (Schriftführer) und Otto Beck (Schatzmeister)
Bild: Margret David

Schlüsselburg und Sankt-Johann-Kapelle
Nachpflegeaktionen im Juni und Juli 2021 für die Archäoprospektion

Am 18. Juni und am 24. Juli 2021 präparierten Erwin Elser, Fritz und Peter Fendrich, Jens Haug, Helmut Hermann und David Zechmeister die für die Archäoprospektion vorgesehenen Flächen auf dem Schlüsselberg und auf der Sankt-Johännser-Allmende. Der letzte Feinschliff soll am 31. Juli erfolgen. Dann kann das mittlerweile mit der Untersuchung beauftragte Unternehmen Terrana Geophysik loslegen.

Nachpflege Schlüsselberg

Links: Helmut Hermann, rechts: Burgstall auf dem Schlüsselberg nach der Pflegeaktion am 24. Juli 2021
Bilder: Peter Fendrich

Schlüsselburg und Sankt-Johann-Kapelle
Freischneideaktionen im Januar und Februar 2021 für die Archäoprospektion

Um das Kulturdenkmal des Burgstalls offen zu halten und zur Vorbereitung der Georadar-Untersuchung auf dem Schlüsselberg und auf dem potenziellen Standort der Sankt-Johann-Kapelle an der Vorderen Steige führten BUND und AGD am 9., 16. und 23. Januar weitere Freischneideaktionen durch. Die Abfuhr von Schnittgut fand am 6. und 13. Februar statt. Ohne die Traktorgespanne von Martin Weber und Matthias Reutter wären noch etliche Termine nötig geworden. Herzlichen Dank für die großartige Unterstützung!

Schnittgutabfuhr Schlüsselberg
 
Freischneiden Freischneiden


Freischneideaktionen am 9. und 16. Januar und Schnittgutabfuhr am 13. Februar 2021 für die Georadar-Untersuchung auf dem Schlüsselberg und am potenziellen Standort der Sankt-Johann-Kapelle an der Vorderen Steige
Bilder: Peter Fendrich, Silke Kutterer und Mechthild Fendrich

Freischneideaktion Freischneideaktion
Stadtführung Hafenmarkt   Führung Oberes Tor

Stationen der Stadtführung zum Tag des offenen Denkmals 2020 am Hafenmarkt und am Oberen Tor
Bilder: Leila Fendrich

Tag des offenen Denkmals 2020
Großes digitales Angebot mit Führungen in Markgröningen und Unterriexingen

Der Tag des Offenen Denkmals ging am 13. September 2020 pandemie-bedingt weitwiegend digital über die Bühne. Mit seinem umfangreichen Online-Portal war der AGD dafür bestens aufgestellt und registrierte denn auch vermehrte Seitenaufrufe. Zudem bot der AGD eine Führung im Freien an: Peter Fendrich erläuterte die Entwicklung vom alemannischen Dorf bis zur befestigten Stadt, deren planvolle Erweiterung im 13. Jahrhundert und ihre Aufwertung im 15. Jahrhundert.
Dass im Oberen Tor eine Kunstausstellung stattfand, sorgte für Unmutsäußerungen, weil zuvor dem AGD die hier vorgesehene Präsentation seiner Denkmalausstellung [PDF] untersagt worden war. Von sich reden machte außerdem das Bürgerforum Unterriexingen, das an seinem üblichen Führungsangebot festhielt und darüber hinaus einen sehenswerten Dokumentarfilm über das KZ-Außenlager Unterriexingen auf Youtube präsentierte. Die Stadtverwaltung bot einen Online-Stadtrundgang an.

Pflegeaktion Schlüsselberg

Pflegeaktion auf dem Schlüsselberg. Von links: Arndt Zwicker, Rudolf Dürr, Otto Beck und Christian Elser. Außerdem waren vom AGD noch Erwin Elser, Hilde Fendrich, Mechthild Fendrich, Stephan Fritsch, Susanne Schoepe und David Zechmeister dabei.
Bilder: Peter Fendrich (zum Vergrößern anklicken)

Denkmalpflege und Naturschutz Hand in Hand 
Pflegeaktion von BUND und AGD am 15. Februar 2020 auf dem Schlüsselberg 

Fachlich begleitet vom BUND Markgröningen führte der AGD am 15. Februar eine Landschaftspflegeaktion auf dem Schlüsselberg durch. Dabei wurden Ziele der Denkmalpflege und des Naturschutzes verknüpft: Dem AGD ist es wichtig, das Kulturdenkmal des Burgstalls offen zu halten. Außerdem wollte man auf einer möglichst großen Fläche die Befahrung mit einem Georadar-Gerät ermöglichen. Damit will der AGD im Sommer nach Fundamenten der Schlüsselburg suchen lassen, von der man nicht viel mehr als den Standort weiß. Der Naturschutzverwaltung war daran gelegen, dass die ausufernde Schneebeere, die im Naturdenkmal nichts verloren hat, zurückgedrängt wird. Diesen giftigen Neophyt fressen die Schafe nämlich nicht. Nebenbei sollten Gehölze, die den benachbarten Weinberg tangierten, zurückgeschnitten werden. Zwölf Leute waren mit Freischneidern, Heckenschere und Kettensäge, Misthaken, Rechen und Gabeln bis zur Dämmerung im Einsatz, konnten die großen Mengen an Biomasse aber nicht bewältigen. Deshalb fanden sich einige BUND- und AGD-Mitglieder am 28. und 29. Februar zur Nachpflege ein, konnten aber nicht alles Mähgut abtransportieren. Mithelfer für einen letzten Einsatz sind also herzlich willkommen. Ebenso Spenden zur Mitfinanzierung der Georadar-Prospektion.

Altstadt-Ausstellung


Links: Schatzmeister Otto Beck eröffnete am 20. Oktober 2019 die AGD-Ausstellung im Oberen Tor. Rechts: Start der dritten Ebene: Chancen und Projekte (Bilder zum Vergrößern anklicken)
Bilder: Peter Fendrich

Unsere Altstadt: Verluste, Erfolge, Chancen 
AGD-Ausstellung am 20. und 27. Oktober und am 3. November 2019 im Oberen Tor 

Die in den 1960er-Jahren einsetzende Abrisswelle in der spätmittelalterlich geprägten Altstadt Markgröningens war ein Impuls zur Gründung des AGD 1969. Zum fünfzigjährigen Jubiläum zog der AGD nun Bilanz in Sachen Denkmalschutz. Im Rahmen der Ausstellung „Unsere Altstadt: Verluste, Erfolge, Chancen”im Oberen Tor blickte er auf verlorene Bausubstanz und erfolgreiche Sanierungsprojekte zurück, schärfte den Blick für nutzenswerte Chancen und stellte Projekte zur weiteren Aufwertung der Altstadt vor.
AGD-Schatzmeister Otto Beck eröffnete am 20. Oktober die von den Beiratsmitgliedern Peter Fendrich, Stephan Fritsch, Helmut Hermann und David Zechmeister in fünf Ebenen gegliederte Ausstellung, die sie anschließend den Vernissage-Besuchern vorstellten:
1. Stadtansichten aus der Vogelperspektive in der Pulverkammer
2. Verluste: Abgebrannte und abgerissene Bausubstanz
3. Erfolge: Pilotprojekte der Stadt und ausgezeichnete Sanierungen
4. Chancen: Noch nicht ausgeschöpfte Potenziale und Projekte
5. Schätze: Neu entdeckte Stadtansichten von 1856

Außerdem im Angebot: eine Beamer-Show zum Substanzverlust der Altstadt und Kurzfilme mit den drei verbliebenen Gründungsmitgliedern des AGD: Prof. Heinz Griesinger, Heinz Oechsner und Kurt Roller.
Die Ausstellung war meist an der Kapazitätsgrenze. Viele Besucher mussten erst mal warten und konnten sich die Zeit mit der Fehlersuche auf alten Ansichten vertreiben. Die Resonanz war durchweg positiv. Einige Besucher brachten zudem wertvolle Impulse mit ein.
Auf vielfachen Wunsch überlegt der AGD, die Ausstellung nochmals zu zeigen, und stellt die Ausstellungstafeln hier verkleinert (96 dpi) zum Download als PDF (12 MB) bereit. Weitere Fotos finden sich beim Jubiläums-Rückblick.
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Wimpelinhof von Südosten Führung in der Oberen Kelter Karren vor Wimpelinhof


Trotz anhaltenden Regens waren die Führungen beim Tag des Offenen Denkmals 2019 gut besucht. Links: Wimpelinhof. Mitte: Führung in der Oberen Kelter, rechts: zum Abbau reaktivierter Karren aus der Oberen Kelter
Bilder: Peter Fendrich

Tag des Offenen Denkmals 2019
Breit gefächertes Angebot an Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten 

Zum Denkmaltag am 8. September 2019 hatten der Förderverein Bartholomäuskirche, das Bürgerforum Unterriexingen, der Bürgerverein Markgröningen und der AGD ein umfangreiches Programm an Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten zusammengestellt. Trotz anhaltenden Regens war die Nachfrage teils überraschend groß. Im Oberen Tor zählte der Bürgerverein insgesamt 120 Besucher. An der Frauenkirche, auf dem Kirchplatz und im Wimpelinhof waren Cafés eingerichtet. Kartoffel- und Zwiebelkuchen waren im Wimpelinhof umgehend ausverkauft. Besser als Bücher ließen sich die Karten zum Konzert von „Des Geyers schwarzer Haufen” verkaufen, die am 23. November zum AGD-Jubiläum im Spitalkeller auftreten. Weitere Karten gibt’s beim Konzertbüro Eckert.
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AGD-Festzug-Gruppe Günther Mertz


Links: Zum 50jährigen Jubiläum 2019 beteiligte sich der AGD erstmals im Festzug des Schäferlaufs mit
Rechts: Schäfelaufsprecher und AGD-Vorsitzender Günther Mertz 2019 zu Pferd
Bilder: Günther Mertz u. Helmut Hermann

Reicher Philipp – Armer Konrad
2019 nahm erstmals eine AGD-Gruppe im Festzug des Schäferlaufs teil

Der AGD feierte 2019 sein fünfzigJähriges Bestehen. Deshalb wirkte er erstmals mit einer eigenen Gruppe im Festzug des Schäferlaufs mit: als spätmittelalterlich gekleidete Gruppe mit Bundschuh-Fahne zur Zeit des Aufstands des Armen Konrads 1514. Die Festzugteilnehmer der AGD-Gruppe konnte man im Stück „Reicher Philipp – Armer Konrad” wiedersehen, das der AGD an seiner Jubiläumsfeier am 21. und 22. November 2019 zu Ehren von Stadtpfarrer Reinhard Gaißer in der Bartholomäuskirche aufführte.
Dazu spielte „Des Geyers schwarzer Haufen” am 23. November 2019 im Spitalkeller auf.

Paulskirche

Neue Altstadt, Kaiserpfalz und Dom
AGD-Jahresexkursion am 18. Mai 2019 nach Frankfurt am Main

Der enorme Besucherzuspruch gibt der Stadt Frankfurt recht, die zwischen Römer und Dom 36 ehemalige Altstadthäuser nach überlieferten Plänen rekonstruieren oder entsprechend der ursprünglichen Kubatur neu gestalten ließ. Wo lange ein Betonklotz der Bauverwaltung das Bild bestimmte, stellte Stadtführer Helmut Zwecker 15 Rekonstruktionen bedeutender Fachwerkbauten wie die „Goldene Waage”, das „Rote Haus” oder das „Haus Rebstock” vor. Zu diesem Ensemble zählt auch das Stadthaus mit Fundamenten der karolingischen Pfalz und Resten eines römischen Bades, das Kurt Hahn stellvertretend für Roswitha Feil erläuterte. Im freien Zeitfenster konnten die 30 Exkursionsteilnehmer das Karmeliterkloster oder das Archäologische Museum, den Römer, den Dom oder die Paulskirche besuchen.

Pfalz Pfalz Frankfurt

Impressionen von der AGD-Exkursion am 18. Mai 2019 nach Frankfurt am Main. Rechts unten: Ausschnitt aus einer vom Archäologischen Museum Frankfurt und Archimedix erarbeiteten Rekonstruktion der Pfalz
Bilder: Helmut Hermann und Peter Fendrich (zum Vergrößern Bilder anklicken)

Sanierungspreis 2019 Marktplatz 4


Stadt und AGD haben den Sanierungspreis für die Renovierung des Gebäudes Marktplatz 4 an Rainer und Renate Gessler verliehen. Rechts davon Bürgermeister Rudolf Kürner und AGD-Vorsitzender Günther Mertz
Bild: Peter Fendrich

Sanierungspreis von Stadt und AGD für Marktplatz 4

Mitgliederversammlung des AGD am 20. März 2019

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des AGD am 20. März haben Bürgermeister Rudolf Kürner und AGD-Vorsitzender Günther Mertz den von Stadt und AGD gemeinsam ausgelobten Sanierungspreis an Rainer und Renate Gessler für die Renovierung des Gebäudes Marktplatz 4 verliehen. Kurzbeschreibung des Gebäudes (PDF)

Für 50-jährige Mitgliedschaft ehrte der AGD die Gründungsmitglieder Prof. Dr. Heinz Griesinger, Heinz Oechsner, Kurt Roller und die evangelische Kirchengemeinde, vertreten durch Pfarrer Dr. Frank Dettinger. Ulrich Bez wurde für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Verabschiedet wurden der 2. Vorsitzende Peter Ebeling und die Fachbeiratsmitglieder Prof. Dr. Walter Kern, Heinz Oechsner und Traugott Plieninger, die in die zweite Reihe treten wollten. Ihnen dankte Mertz ebenso wie seinem Vorgänger Dr. Walter Ebner für die gute Aufstellung des Vereins.
In den Vorstand wurden Günther Mertz (1. Vorsitzender), Ariane Schröfel (2. Vorsitzende), Helmut Hermann (Schriftführer) und Otto Beck (Schatzmeister) gewählt.
In den Fachbeirat wurden Rudolf Dürr, Erwin Elser, Roswitha Feil, Peter Fendrich, Stephan Fritsch (neu), Wolfgang Löhlein, Cornelia Pagel (neu), Birgit Schmitt (neu), Susanne Schoepe (neu) und David Zechmeister berufen.
Die Rechnungsprüfer Margarete David und Gerhard Schmid wurden in ihrem Amt bestätigt.

Die zahlreich erschienenen Mitglieder rief Mertz auf, sich rege an der Gestaltung der Aktivitäten zum 50-jährigen Jubiläum des AGD im November 2019 zu beteiligen.

Ehrungen

Günther Mertz ehrte Heinz Oechsner, Kurt Roller, Prof Dr. Heinz Griesinger und die evang. Kirchengemeinde, vertreten durch Pfarrer Frank Dettinger, für 50-jährige und Ulrich Bez (2. v. l.) für 40-jährige Mitgliedschaft.
Bild: Peter Fendrich

Publikum MV 2019

Publikum beim Vortrag von Dr. Erich Viehöfer über den Strafvollzug im Arbeitshaus Markgröningen nach der Mitgliederversammlung 2019 (zum Vergrößern Bilder anklicken)
Bild: Peter Fendrich
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Sanierungspreis-Objekte 2018

Einst und jetzt: Sanierungspreis-Objekte 2018: Gaißergässle 2 und Schlossgasse 5. Zum Vergrößern Bild anklicken
Bilder: Albert Jores, Peter Fendrich u. Stadtverwaltung (2)

Sanierungspreis für Gaißergässle 2 und Schlossgasse 5
Stadt und AGD würdigen am 28. März 2018 Dr. Christian Derpa und Thomas Weishaar

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung am 28. März 2018 übergaben Bürgermeister Rudolf Kürner und AGD-Vorsitzender Walter Ebner den mit 1000 Euro dotierten Sanierungs­preis an Dr. Christian Derpa für das Haus Gaißergässle 2 und an Thomas Weishaar für das Haus Schlossgasse 5. Einst Stammhaus der Seilerei Näher wurde das Gaißergässle 2 in ein Einfamilienhaus umgebaut. In Schlossgasse 5 wurde das Notariat untergebracht. Beide Objekte wurden energetisch vorbildlich saniert. Das Notariat wird zudem an die regenerative Nahwärmeversorgung angeschlossen.

Sanierungspreis 2018

Verleihung des Sanierungspreises 2018 Von Links: Stadtbaumeister Klaus Schütze, die Bauherren Dr. Christian Derpa und Thomas Weishaar, AGD Vorsitzender Dr. Walter Ebner und Bürgermeister Rudolf Kürner
Bild: Peter Fendrich

AGD-Mitgliederversammlung 2018
Neue Satzung einstimmig beschlossen

Bei der Mitgliederversammlung am 28. März 2018 im Spitalkeller zog der AGD-Vorsitzende Dr. Walter Ebner eine positive Jahresbilanz, bedankte sich beim Fachbeirat und stellte ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr vor dem 50-jährigen Vereinsjubiläum in Aussicht. Der neue Schatzmeister Otto Beck verzeichnete in seinem ausführlichen Bericht einen Haushaltsüberschuss, weil die vorgesehenen Mittel für die geophysikalischen Untersuchungen im Pfarrgarten, im Kirchhof des Spitals und im Schlosshof noch nicht abgerufen wurden. Rechnungsprüfer Gerhard Schmid bescheinigte Beck und Vorgänger Kurt Roller eine vorbildliche Kassenführung. Die von Prof. Heinz Griesinger beantragte Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig.
Die von Prof. Dr. Walter Kern und Peter Fendrich erarbeitete neue Satzung wurde von den Mitgliedern einstimmig gutgeheißen. Dabei wurde unter anderem dem Wunsch von Bürgermeister Rudolf Kürner entsprochen, nicht mehr kraft Amtes dem AGD-Vorstand anzugehören. In Auseinandersetzungen um den Denkmalschutz könne er nicht Stadt und Verein gleichzeitig vertreten und sei mehrfach befangen gewesen. Sein Ausscheiden kündigte auch Dr. Walter Ebner an. Er werde bei der nächsten Wahl nicht mehr für den Vorsitz kandidieren, um den von ihm eingeleiteten Generationenwechsel weiter voranzubringen.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung und die Verleihung des Sanierungspreis für die von Stadt und AGD ausgewählten Objekte hielt Dr. Walter Ebner einen gut besuchten Vortrag über die von Albrecht Dürer skizzierte Belagerung der Festung Hohenasperg im Jahre 1519 und die Rolle Gröningens als Hauptquartier der Streitmacht des Schwäbischen Bundes.

Otto Beck

Der neue Schatzmeister Otto Beck bei seinem ersten Kassenbericht
Bild: Peter Fendrich

Walter Kern

Prof. Dr. Walter Kern stellte die neue Satzung vor
Bild: Peter Fendrich

Mitgliederversammlung 2018

AGD-Mitgliederversammlung 2018 im Spitalkeller (zum Vergrößern Bild anklicken)
Bild: Peter Fendrich

 

Tag des Offenen Denkmals 2017
Breit gefächertes Angebot an Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten 

Zum Denkmaltag am 10. September hatten die Stadtführer, der Förderverein Bartholomäuskirche, das Bürgerforum Unterriexingen, der Bürgerverein Markgröningen und der AGD ein umfangreiches Programm an Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten unter dem Motto „Macht und Pracht” zusammengestellt. Die Nachfrage war groß. Der absolute Renner war aber das Riexinger Schloss: Zu den beiden Führungen kamen 120 und rund 250 Besucher! Eine große Herausforderung, die Führer Gerhard Schmid im Schloss zu meistern hatte. Peter Fendrichs Führung zur Grüninger Reichsburg war mit 75 Teilnehmern ebenfalls überfrequentiert. Der scheidende Pfarrer Traugott Plieninger führte durch das weitgehend geräumte Pfarrhaus, das erstmals vom Keller bis zum Dachstock besichtigt werden konnte. Seit langem war das Lapidarium in der Friedhofskapelle wieder mal zugänglich. Dr. Monika Balzert stellte die hier aufgestellten Epitaphien von Honoratioren vor. Bei ihrer Kirchenführung stellte Dr. Petra Schad die gewagte These auf, die Bezeichnung als Bartholomäuskirche sei eine Erfindung von Ludwig Heyd. Im Oberen Tor zählte der Bürgerverein insgesamt 120 Besucher. An der Frauenkirche, auf dem Kirchplatz und im Wimpelinhof waren Cafés eingerichtet.

Komplettes Programm zum Denkmaltag 2017 in Markgröningen (PDF)

Schlossführer Schmid

Gerhard Schmid führte durch das Schloss

Riexinger Schloss

Riexinger Schloss von Westen
Bilder: Peter Fendrich

Bauzeitliche Treppe

Bauzeitliche Treppe zum Dachstock des Pfarrhauses
Bild: Peter Fendrich

Café im Wimpelinhof

Café von AGD und Bürgerverein im Wimpelinhof. Das Wetter war besser als befürchtet. Der große Schirm wurde nicht gebraucht
Bild: Mechthild Fendrich

Abendspaziergänge im Untergrund 
Kellerführungen von Markgröningen aktiv am 7. und 8. September 2017

Am 7. und 8. September bot Markgröningen aktiv in Kooperation mit dem AGD Abendspaziergänge durch vier stattliche Gewölbekeller in der Markgröninger Altstadt an. Jeweils vier Gruppen à 30 Teilnehmer schwärmten gleichzeitig aus und stiegen im Pfarrhaus, in der Ostergasse, am Marktplatz und im Fruchtkasten in den Untergrund. In jedem Keller vermittelten AGD-Mitglieder historische Einblicke, Kultureinlagen sorgten für Auflockerung. Zum Abschluss trafen sich alle vier Gruppen im riesigen Keller der Unteren Kelter, wo die örtlichen Wengerter zum Umtrunk mit den Musikern Alban Wekenmann und Uwe Kastner geladen hatten. Obwohl das Highlight, der Verbindungsgang zwischen den Kellern von Fruchtkasten und Unterer Kelter nicht genutzt werden durfte, war die Resonanz so überwältigend, dass eine Wiederholung beschlossen wurde.

Kellergang

Verbindung der Keller von Fruchtkasten und Unterer Kelter
Bild: Peter Fendrich

Pfarrkeller 2017

Erste Gruppe im Keller des Pfarrhauses I bei der Kellerführung am 8. September 2017. Mit Gitarre: Alban Wekenmann
Bild: Peter Fendrich

AGD-Exkursion nach Oßweil 
Führung am 20. Mai 2017 in der Reihe „Zu Gast beim Nachbarn”

Wolfgang Könninger vom Bürgerverein Oßweil führte die Gäste vom AGD am 20. Mai 2017 durch seinen Heimatort, der 2016 sein 1200-jähriges Jubiläum nach der ersten Erwähnung feierte. Von 500 bis 746 gehörte Oßweil zum teilautonomen Herzogtum Alamannien. dann zum fränkischen Reich und ab 816 zum Benediktinerkloster Murrhardt, das drei Rittern als Entschädigung für ihren Wehrdienst die Niederlassung in Oßweil erlaubte. Um deren Sitze entwickelten sich drei Siedlungskerne: um die einstige Wasserburg, in der die Herren von Oßweil residierten, um die nicht mehr sichtbare Turmhügelburg und um die erstmals 1452 erwähnte Holderburg nordöstlich von der Januariuskirche. Mehrfach wechselten die Oßweiler Ortsteile den Besitzer. Letztlich gehörte aber der gesamte Ort den Herzögen von Württemberg und damit zum Amt Grüningen, abgelöst vom Oberamt Ludwigsburg.

Hirth-Neukamm + Könninger

Ossweiler Bauwerke

Links:Angelika Hirth-Neukamm, Vorsitzende des Oßweiler Bürgervereins, und Führer Wolfgang Könninger. Rechts:Schloss Oßweil, Januariuskirche und Holderburg
Bilder: Peter Fendrich

AGD-Mitgliederversammlung 2017
Generationenwechsel setzt sich fort

Bei der Mitgliederversammlung am 29. März 2017 konnte der AGD-Vorsitzende Dr. Walter Ebner auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken: In der neuen Ausgabe der historischen Reihe „Durch die Stadtbrille“ widmeten sich die Autoren unter anderem dem 100. Geburtstag des Groninger Zügles. Die begleitende Ausstellung im Oberen Tor zog Jung und Alt an. Auch das neue Geschichtsportal im Internet suche in der Region ihresgleichen. Diese Projekte konnten, so Ebner, nur durch großes Engagement von Mitgliedern des Fachbeirats gestemmt werden.
Bewegend für historisch Interessierte sei das umstrittene Bauvorhaben am Spitalplatz und die Frage, wie die bestehende Altstadtsatzung künftig umgesetzt werde. Ebner nutzte die Gelegenheit, an die Verwaltung zu appellieren, den AGD frühzeitig in derartige Planungen einzubinden.
Besonderer Dank ging an Dr. Petra Schad, die über ihre Arbeit als Stadtarchivarin hinaus das Team der Stadtführer betreut und bei der Stadtbrille mitwirkt. Eine wichtige und unerlässliche Stelle, betonte  Ebner und mahnte die anwesenden Gemeinderäte angesichts aktueller Diskussionen, nicht beim Stadtarchiv den Rotstift anzusetzen.

2017: Neue Projekte und zahlreiche Exkursionen
Auch 2017 hat sich der Verein einiges vorgenommen: Die Versammlung stimmte für die Durchführung einer Georadaruntersuchung des Pfarrgartens, um Aufschlüsse über frühere Bebauungen zu gewinnen. Weiterhin stehen wieder zahlreiche Exkursionen, ein interessanter Jahresausflug und der Tag des Offenen Denkmals auf dem Programm.

Wahlen: Generationenwechsel setzt sich fort
Vorstandschaft und Fachbeirat des AGD verjüngen sich weiter. Damit setzt sich der 2015 eingeleitete Generationenwechsel fort. Mit Gerhard Liebler und Kurt Roller stellten gleich zwei Gründungsmitglieder bei der Mitgliederversammlung ihre Posten als Fachbeirat und Schatzmeister zur Verfügung. Auch unsere langjährigen Beiratsmitglieder Dr. Marlene Löffler und Hermann Beck traten zurück.

Der AGD-Vorsitzende Dr. Walter Ebner bedankte sich für das jahrelange und unermüdliche Engagement. Gerhard Liebler war etliche Jahre Vorstandsmitglied, Stadtführer und Autor vieler Aufsätze zur Stadtgeschichte. Mit Kurt Roller verlässt „die gute Seele des Vereins“ die Vorstandschaft, so Dr. Ebner in seinen Dankesworten. Seit 1969 war die Vereinskasse bei ihm in besten Händen. Gleichzeitig übernahm er in dieser Zeit viele wichtige Verwaltungsaufgaben. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Otto Beck.

Die Vorstandsmitglieder Dr. Walter Ebner, Wolf-Peter Ebeling und Ariane Schröfel wurden in ihren Ämtern bestätigt. In den zehnköpfigen Fachbeirat wurden Rudolf Dürr, Erwin Elser, Roswitha Feil, Peter Fendrich, Helmut Hermann, Prof. Walter Kern, Wolfgang Löhlein, Heinz Oechsner, Traugott Plieninger und David Zechmeister gewählt.

AGD-Mitglieder im Spitalkeller Schatzmeister Kurt Roller


Mitgliederversammlung des AGD am 29. März 2017 im Spitalkeller. In der Mitte Gerhard Liebler und Prof. Heinz Griesinger, der traditionell die Entlastung des Vorstands moderierte. Rechts: Schatzmeister Kurt Roller bei seinem letzten Rechenschaftsbericht
Bilder: Peter Fendrich

Sanierungspreis für Unteres Schafhaus
Stadt und AGD verleihen Sanierungspreis am 29. März 2017 an Familie Hanisch

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung am 29. März 2017 übergaben Bürgermeister Rudolf Kürner und AGD-Vorsitzender Walter Ebner den mit 1000 Euro dotierten Sanierungs­preis an Markus Hanisch für das Konversionsprojekt „Unteres Schafhaus” im Glemstal. Andrea und Markus Hanisch haben mit dem Architekten Wolfram Flatzeck den ehemaligen Schafstall außen und innen so originalgetreu wie möglich in ein Wohnhaus verwandelt, obwohl der Denkmalschutz bereits aufgehoben und der Stall zum Abbruch freigegeben war. Siehe Projektbeschreibung (PDF).

Unteres Schafhaus Sanierungspreis 2017


Verleihung des Sanierungspreises für das Untere Schafhaus: Bürgermeister Rudolf Kürner, AGD-Vorsitzender Dr. Walter Ebner, Bauherr Markus Hanisch, Architekt Wolfram Flatzek, Stadtbaumeister Klaus Schütze (v.l.)
Bilder: Peter Fendrich

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AGD-Veranstaltungen im Rückblick:

AGD-Jahresprogramm 2021
AGD-Jahresprogramm 2020
AGD-Jahresprogramm 2019
AGD-Jahresprogramm 2018
AGD-Jahresprogramm 2017
AGD-Jahresprogramm 2016

Tag des Offenen Denkmals 2022

Tag des Offenen Denkmals 2019
Tag des Offenen Denkmals 2018
Tag des Offenen Denkmals 2017
Tag des Offenen Denkmals 2016

Schäferlauf 2022

AGD-Gruppe im Festzug des Schäferlaufs 2022
Bild: Helmut Hermann

Autor und Bilderlieferant
Nachruf auf Hermann Mayer

Am 30. Mai 2022 verstarb in Ludwigsburg mit 87 Jahren Hermann Mayer. Er war seit 1994 AGD-Mitglied. In seinem Bericht „Eine Kindheit in der Kriegs- und Nachkriegszeit“ (PDF) schilderte er eindrucksvoll seine Kindheit in der Ostergasse, wo sein Vater ein  Ladengeschäft betrieb und wo er mit seiner jüngeren Schwester Elfriede im regimekritischen Elternhaus aufwuchs.
Bereits mit neun Jahren ging er zum CVJM, spielte lange Jahre im Posaunenchor und arbeitete als gelernter Kaufmann in den 1950er Jahren in der „Seide“.

Hermann Mayer

Bild: Veit Müller

Mit ihm verliert der AGD einen vielseitig engagierten, wertgeschätzten Freund. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Mit dem Rad durchs Außfeld
Exkursion am 5. September 2021

Wüstungen im Außfeld und dessen Neubesiedlung im 18. Jahrhundert waren Schwerpunkte der historisch-geographischen Rad-Exkursion, die Peter Fendrich am 5. September angeboten hat. Stationen waren Schlüsselburg, St. Johann, Talhausen, Kühlenbronn, Aichholzhof, Dauseck, Pulverdingen, Hochgericht, Böhringen, Hardt-Schönbühlhof, Cannstatt, Obere Mühle, Rennwiesen und Eichholz.

Aussfeld von MarGroeningen 1752

Außfeldkarte von 1752 mit Zelgen und Besitzverhältnissen
Bild: Johann Georg Raisch,
Quelle: Wikimedia

Ehrung SAV

50 Jahre AGD-Mitglied

Günther Mertz überreicht Christa Hipp-Seeliger von der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins die Ehrenurkunde für 50-jährige AGD-Mitgliedschaft. Für 40 Jahre wurde Wilhelm Wild geehrt.
Bild: Ariane Schröfel 2021

 

Gründungsmitglied verstorben
Nachruf auf Dr. Heinz Griesinger

Am 6. Juli 2021 verstarb Prof. Dr. Heinz Griesinger im Alter von 92 Jahren. Der AGD verliert mit ihm einen Mann der ersten Stunde: Er gehörte zu den Mitgliedern, die 1969 den „Arbeitskreis für Geschichtsforschung, Heimat- und Denkmalpflege” aus der Taufe gehoben haben. Bis zuletzt unterstützte er den AGD, ließ keine Mitgliederversammlung aus und war in vielen Fragen ein wertvoller Zeitzeuge.

Heinz Griesinger

Prof Dr. Heinz Griesinger, 2019 für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt, ist am 6. Juli 2021 verstorben
Bild: Peter Fendrich 2019

Aufstand des Armen Konrads
Kostümierte Stadtführungen am 27. Juni und 3. Juli 2021

1514 rief der hiesige Stadtpfarrer Reinhard Gaißer als „erster Sozialrevolutionär auf einer württembergischen Kanzel“
(H. Römer) den Gemeinen Mann in Gröningen und andernorts zum Aufstand gegen die ungerechte Steuerpolitik Herzog

Ulrichs und die frühkapitalistisch agierende Ehrbarkeit auf. Wilhelm Gaißer, sein Neffe und Mitverschwörer, ist nach Jahren im Exil zurück in Gröningen. Norbert Kretschmer als Wilhelm und Roswitha Feil als seine Jugendfreundin Rosi nahmen das interessierte Publikum im Rahmen einer kostümierten Stadtführung am 27. Juni mit zu den „Stätten des Uffruhrs“. Am 3. Juli wurde die Führung wiederholt.

Aufstand des Armen Konrad 1514

Norbert Kretschmer und Roswitha Feil als Wilhelm Gaißer und Rosi
Bild: Kurt Hahn-Feil

Bürgermeister Ludwig Krinn 1934-1944
Online-Vortrag von Ludwig Krinn junior am 31. März 2021

Im Rahmen des ersten Online-Vortrags des AGD setzte sich Ludwig Krinn junior am 31. März 2021 in „sehr persönlicher Betrachtungsweise aus der Sicht des kritischen Sohnes” mit der NS-Karriere seines Vaters und deren Nachwehen auseinander.

Nach der von NSDAP-Orts-gruppenleiter Wilhelm Schmückle 1933 betriebenen Suspendierung des beliebten Bürgermeisters Heinrich Zillhardt trat Parteigenosse Ludwig Krinn 1934 dessen Nachfolge an. Er bekleidete dieses Amt in Markgröningen, bis Schmückle gegen Ende 1944 dafür sorgte, dass Krinn an die Front versetzt wurde.
Leider ist es einigen Interessenten nicht gelungen, sich einzuloggen. Hier steht der Vortrag nun als Audio-Mitschnitt (mp3) und als mp4 bereit.

Bürgermeister Krinn

Ludwig Krinn um 1938
Quelle: Nachlass Krinn

Denkmalpfleger verstorben
Nachruf auf Werner Schmidt

Am 21. August 2020 ist Werner Schmidt im Alter von 88 Jahren verstorben. Er war jahrzehntelang als ehrenamtlicher Beauftragter der Archäologischen Denkmalpflege für den Bezirk um Markgröningen zuständig und hat hier viele kleinere Grabungen selbst vorgenommen und dokumentiert. Seitens des AGD standen ihm insbesondere Hilde Fendrich, Hermann Beck und Roswitha Feil zur Seite.

Werner Schmidt

Werner Schmidt bei einer hiesigen Grabung
Quelle: Roswitha Feil

Fachbeirat Wolfgang Löhlein hatte ihn auf beruflicher Ebene schätzen gelernt. Schmidts großes Engagement und seine Kritik an der sukzessive verminderten Wertschätzung von Bodendenkmalen bleiben unvergessen. Der AGD trauert um einen wertvollen Partner.

 

Beiratsmitglied verstorben
Nachruf auf Prof. Walter Kern

Mit Prof. Dr. Walter Kern, der am 14. Juli 2020 im Alter von 83 Jahren verstarb, verlor der AGD einen vielseitig engagierten Mitstreiter, Förderer und Freund. Walter Kern trat 2002 in den AGD ein und setzte von 2006 bis 2015 Maßstäbe im Amt des Schriftführers. Auch als Mitglied des Fachbeirates genoss er hohe Wertschätzung. Nicht nur wegen seiner stets konstruktiven Diskussionsbeiträge, sondern insbesondere wegen seiner feinen

Walter Kern

Prof. Dr. Walter Kern
Quelle: Kath. Kirchengemeinde

und humorvollen Art, die die Atmosphäre im Beirat wesentlich prägte. Sehr stark engagierte er sich bei der Neufassung der AGD-Satzung. Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2019 verabschiedete sich Walter Kern zum allgemeinen Bedauern auch aus dem Fachbeirat.
Der AGD wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser besonderes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

 

Schlüsselberg-Wanderung

Spurensuche unterhalb der Hinterstaig: Hier war ein Teil von Talhausen
Bild: Helmut Hermann 2020

Spurensuche rund um den Schlüsselberg
Erste Lockerungsübung des AGD am 7. Juni 2020

Nichts Genaues weiß man nicht von der „Burg Schlüsselberg” und der benachbarten Sankt-Johann-Kapelle. Die Quellenlage ist dürftig und der Burgstall wurde um 1960 ohne Dokumentation der Überreste als Schuttplatz missbraucht. Der AGD plant deshalb, eine geomagnetische Prospektion auf dem verschütteten Burgstall zu beauftragen.
Vorab bot Peter Fendrich eine geographische Führung rund um den Schlüsselberg an, um anhand alter Karten und den Lagerbüchern ab 1424 auf historische Strukturen hinzuweisen und die daraus resultierenden Fragestellungen zu erläutern. Mit im Fokus waren die Siedlungsstruktur der einst selbstständigen Gemeinde Talhausen, der Hohlwegfächer zwischen Schlüssel- und Sonnenberg und die Sankt-Johanns-Allmende.

Am 27. Juni folgte eine historisch-geographische Exkursion durchs obere Glemstal: von Aichholz nach Cannstatt und entlang der ehemaligen Rainstraße zurück in die Stadt.
Einige der vorgestellten Forschungsergebnisse sind in der Galerie Kulturlandschaft dokumentiert.

 

Aufruhr

Szene aus „Reicher Philipp – Armer Konrad”: Im Hirsch beginnt der Aufruhr.
Bild: Peter Fendrich

Reicher Philipp – Armer Konrad
Theaterstück zum AGD-Jubiläum am 21./22. November 2019

Zu seinem fünfzigjährigen Jubiläum präsentierte der AGD in der Bartholomäuskirche das Theaterstück „Reicher Philipp – Armer Konrad”. Wegen andauernder Verarmung und trickreicher Erhöhung der Abgaben erhoben sich im Jahr 1514 im Herzogtum Württemberg zahlreiche Untertanen gegen die von der „Ehrbarkeit“ repräsentierte Obrigkeit. In Grüningen animierte Pfarrer Dr. Reinhard Gaißer den „Gemeinen Mann“, sich dem berechtigten Aufstand anzuschließen. Dabei wurde Gaißer zum Gegenspieler des reichen Kaufmanns und Vogts Philipp Volland. Beide Vorstellungen waren ausverkauft und ernteten reichlich Beifall. Beim anschließenden Empfang im evangelischen Gemeindehaus würdigte Bürgermeister Rudolf Kürner das Wirken des AGD. Tags darauf feierte der AGD mit der Gruppe „Des Geyers schwarzer Haufen” im Spitalkeller.
Bilder zum Vergrößern anklicken. Weitere Motive finden sich hier und werden demnächst auch zum Download bereitgestellt.

Hauptdarsteller

Norbert Kretschmer als Gaißer, Saskia Mülleck und Günther Mertz als Moderatoren und Peter Maier als Volland

Darsteller

Ensemble des Stücks “Reicher Philipp – Armer Konrad”
Bilder: Peter Fendrich

Geyers schwarzer Haufen

Des Geyers schwarzer Haufen” spielte am 23.11.2019 im Spitalkeller auf
Bild: Peter Fendrich

Burgenwanderung

Blick auf historische Karten und auf den Stromberg vom Enzblick
Bild: Helmut Hermann

Burgen in und um Markgröningen
Rundwanderung mit Peter Fendrich am 16. Juni 2019

Entlang der 20 km langen Strecke bot Peter Fendrich 25 Teilnehmern viele historische Einblicke: Vom Heilig-Geist-Spital, wo zuvor eine Burg stand, führte er zur ehemaligen Reichsburg, von dort zum Burgstall des Remminger Schlössles und weiter zum Mittagessen im Schellenhof. Dann ging es zum Flößerkanal bei der Wüstung Remmingen und entlang der Enz zum Riexinger Schloss mit anschließender Kaffeepause in den Enzwiesen. Die dritte Etappe führte am nördlichen Waldrand des Muckenschupfs entlang zum Burgstall Dauseck, die vierte zum Burgstall der Schlüsselburg. Den Burgställen Dauseck und Schlüsselburg will der AGD mit Georadar auf den Grund gehen. Die Teilnehmer legten dankenswerterweise einen Grundstock zur Finanzierung der Prospektion. Unter ihnen war auch Dr. Christoph Engels, der die Burgen im Kreis für die Deutsche Burgenvereinigung erfasst.

Faltblatt von Peter Fendrich zur Burgenwanderung (PDF)
ARTE-Video über mittelalterlichen Burgenbau, ARTE 2019, 91 min.

 
Gründungsmitglied verstorben

Nachruf auf Gerhard Liebler

Wir trauern um Gerhard Liebler. Der AGD hat einen wichtigen Mitstreiter in Vorstand und Fachbeirat, Geschichts-forscher, Publizisten und Stadtführer verloren. Er war ein Mann der ersten Stunde, gehörte zu den Gründungs-mitgliedern, die vor 50 Jahren den „Arbeitskreis Geschichtsforschung, Heimat- und Denkmalpflege Markgröningen“ aus der Taufe gehoben haben.

Gerhard Liebler

Gerhard Liebler verstarb am 15. Januar 2019 im Alter von 90 Jahren und wurde am 22. Januar bestattet.

Gerhard Liebler war Motor des Arbeitskreises Museum und schrieb viele Beiträge zur Markgröninger Geschichte, die ihn um Jahrzehnte überleben werden. Dabei hat er die Fakten nicht nur zusammengetragen, sondern in der AGD-Reihe Durch die Stadtbrille gedeutet und sprachlich gewandt vermittelt. In seinen selbst publizierten Werken hat er einen eigenen dichterischen Stil entwickelt. Dieser zeigt sich insbesondere in seinem 2001 erschienenen Buch „Markgröningen – poetische Streifzüge durch die Stadt und ihre Geschichte“. 2017 veröffentlichte er seine Jugenderinnerungen in Eckwälden. Dabei sparte er die Zeit des Dritten Reiches nicht aus, berichtete darüber so, wie er es empfunden hatte – als guter Zeitzeuge. Bekannt war er auch als Autor für die städtische Jahreschronik. Als seine Kräfte nachließen, hat er sehr darunter gelitten, dass er die Chronik für 2018 nur bis einschließlich November fertigstellen konnte.

Der AGD verliert mit Gerhard Liebler einen unermüdlichen Förderer, Forscher und versierten Autor. Doch unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seiner Familie.

Neuer AGD-Vorsitzender

Am 12. September 2018 wurde Günther Mertz (links) zum Nachfolger von Dr. Walter Ebner gewählt
Bild: Peter Fendrich

Georadar-Untersuchung und neuer Vorsitzender
Außerordentliche Mitgliederversammlung am 12. Sept. 2018

Um einen Großauftrag zur Georadar-Untersuchung von fünf Flächen in der Altstadt vergeben zu können, hat der AGD-Vorstand am 12. September 2018 eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Etwa 40 Prozent der Mitglieder sind erschienen und haben einstimmig der Vergabe an den preisgünstigeren Anbieter GGH zugestimmt. Dessen „Kampfpreis“ war allerdings an ein enges Zeitfenster gebunden und setzte voraus, dass der AGD durchgehend zwei „Messdiener“ genannte Assistenten bereitstellt. Deren Einteilung wurde gleich im Anschluss vorgenommen.
Die erforderlichen kartographischen Grundlagen hatte die sehr kooperative Stadtverwaltung bereitgestellt. Bei der GIS-Einmessung der Untersuchungsflächen im Schloss, im Spital, im Pfarrgarten, am Esslinger Tor und an der Vaihinger Steige leistete das Vermessungsbüro Gröner wertvolle Dienste. Sehr hilfreich war auch das Landesamt für Denkmalpflege, das seinerseits großes Interesse an den Untersuchungsergebnissen signalisierte. Diese sollen auch der Unteren Denkmalbehörde, der Stadtverwaltung und den jeweiligen Grundstückseignern zur Verfügung gestellt werden.

Neuer AGD-Vorsitzender
Die außerordentliche Mitgliederversammlung nutzte der 1. Vorsitzende Dr. Walter Ebner, um den im März angekündigten Stabwechsel zu vollziehen. Sein Stellvertreter Peter Ebeling und Stadtarchivarin Dr. Petra Schad dankten für sein großes Engagement und die gelungene Verjüngung des Fachbeirats, die erfreuliche Früchte getragen habe.
Für Ebners Nachfolge hatte sich das langjährige Mitglied Günther Mertz (59) zur Wahl gestellt. Er wurde einstimmig gewählt und tritt sein neues Amt mit der Eintragung ins Vereinsregister an.

Kirchberg, Haigerloch und Rottenburg
Jahresexkursion des AGD am 23. Juni
2018

Die Jahresexkursion 2018 führte ins Kernland des Grafen Albrecht II. von Hohenberg, der ab 1280 auch in Grüningen residierte, die Stadt Rottenburg gründete und 1298 in Kloster Kirchberg beigesetzt wurde.
Das von Heinz Oechsner zusammengestellte und zeitlich perfekt abgestimmte Programm sah morgens eine Führung durch das von den Hohenbergern gegründete Kloster Kirchberg und die Besichtigung des Atomkeller-Museums in Haigerloch vor. Nach dem Mittagessen in der Haigerlocher Krone standen ein Besuch des Diözesanmuseums in Rottenburg oder ein Stadtbummel mit Blick in den Dom zur Wahl. Abschließend besichtigte man die Sülchenkirche, in deren Krypta für Rottenburger Bischöfe spektakuläre archäologische Funde und Überreste von Vorgängerbauten präsentiert werden.
Unter den 33 Teilnehmern waren auch fünf Gäste des Vereins für Heimatgeschichte Sachsenheim.

Teilnehmer Jahresexkursion 2018

Teilnehmer des Jahresausflugs am 23. Juni 2018 (Bild zum Vergrößern anklicken)
Bild: Peter Fendrich

Kreuzgang Kloster Kirchberg
Schloss Haigerloch Rottenburger Dom Sülchenkirche
Albrecht II. von Hohenberg

Reste des Kreuzgangs in Kloster Kirchberg, Schloss Haigerloch vom Römerturm, Rottenburger Dom, Sülchenkirche und Grabplatte des Grafen Albrecht II. von Hohenberg (Bilder zum Vergrößern anklicken) Bilder in PDF zum Download
Bilder: Peter Fendrich

Historischer Waldspaziergang im Rotenacker
Führung von Peter Fendrich am 7. April
2018

Während die Feldflur durch Zersiedlung und Flurbereinigung stark überprägt wurde, konservieren Waldflächen historische Strukturen und Relikte. Vor allem, wenn sie – nomen est omen – wie der Rotenacker nicht immer bewaldet waren. So finden sich hier vielfältige Spuren, die es zu interpretieren gilt. Auf Wunsch der Landfrauen vermittelte Peter Fendrich am 7. April 2018 historisch-geographische Einblicke im Rahmen eines Waldspaziergangs abseits ausgetretener Pfade. Schwerpunkte waren die Römerstraße, der herrschaftliche Steinbruch, das Remminger Schlössle und der Herdweg am Waldsaum.

56 Landfrauen und andere nahmen am historisch-geographischen Waldspaziergang durch den Rotenacker teil (Bild zum Vergrößern anklicken)
Bild: Peter Fendrich

Stadtsilhouette von 1797 
Die exklusive Auflage ist ausverkauft

Seit Erscheinen der letzten Stadtbrille haben einige Leute großes Interesse an der im Umschlag abgebildeten Stadtsilhouette von 1797 bekundet. Sie zeigt die komplett erhaltene Altstadt mit allen vier Toren und geschlossenem Mauerring, außerdem zahlreiche interessante Details. Der AGD ließ 30 Reproduktionen anfertigen, die trotz zu später Lieferung schnell ausverkauft waren. Im Preis inbegriffen war ein kleiner Aufschlag, mit dem der AGD ein großes Exemplar fürs Museum im Wimpelinhof und ein aufgerolltes Exemplar für die Stadtführer finanziert hat.

Stadtsilhouette von 1797

Aufgefrischte Stadtsilhouette von 1797 mit Legende. Das älteste realitätsnahe Panorama reicht von der Schlüssselburg bis zum Asperg
Quelle: Stadtarchiv Markgröningen

Eckwälden – Erinnerungen an eine versunkene Welt
Gerhard Liebler signierte sein Buch am 10. Dezember 2017

Beim Adventmarkt rund ums Schloss signierte Gerhard Liebler seine neu erschienene Biographie – benannt nach seinem Heimatort Eckwälden – am Bücherstand des AGD im Wimpelinhaus.

Liebler signiert Eckwälden Liebler Eckwälden 2017

In Eckwälden, einem Weiler am Fuße der Alb, beginnt 1928 die Biographie von Gerhard Liebler, in die er Schilderungen des Dorflebens und der entbehrungsreichen Arbeit auf Feld und Hof eingebettet hat. Erschienen im Novum-Verlag, Berlin 2017, erhältlich für 14,90 Euro im Buchladen am Marktplatz
Bilder: Peter Fendrich

Wehrkirche in Großsachsenheim
Führung mit Marianne Bauer am 11. November 2017

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Zu Gast beim Nachbarn bot der AGD am 11. November 2017 einen Ausflug nach Großsachsenheim an. Marianne Bauer vom Sachsenheimer Geschichtsverein stellte die Evangelische Stadtkirche „St. Fabian und Sebastian“ vor. Mangels Stadtmauer war die ehemalige Wehrkirche, die 1265 erstmals erwähnt wurde, von einer hohen Mauer mit Türmen umgeben. Einbezogen war der ehemalige Herrenhof, der später als württembergische Vogtei diente und heute das evangelische Pfarramt beherbergt. Im Innern der Chorturmkirche stehen noch einige Epitaphien der letzten Herren von Sachsenheim und ihrer Gattinnen. Die Aufmerksamkeit der zehn Gröninger Gäste erregte ein Vollandscher Schenkenbecher im Wappen des Sachsenheimer Vogts Hans Jakob Engelhart auf dem Epitaph für seine Gattin Christina Hahn († 1575).

Wehrkirche Großsachsenheim

Wehrkirche in Großsachsenheim von Norden und Wappen Hans Engelharts mit Vollandschem Becher auf dem Epitaph für seine Gattin Christina Hahn (1575)
Bilder: Peter Fendrich 
(Wappen vergrößern)

Schäferlauf-Rückblick des SWR
Fernsehsendung vom 3. September 2017

In seiner Sendereihe Treffpunkt Baden-Württemberg stellte der SWR am Sonntag, den 3. September 2017, den Schäferlauf in Markgröningen vor. Wer die Ausstrahlung verpasst hat, kann den halbstündigen Film bis 3.9.2018 in der Mediathek anschauen.

Reformatoren und Württemberger im Elsass
AGD-Jahresausflug 2017 nach Straßburg und Reichenweiher

Am Samstag, den 15. Juli 2017, reiste der AGD Markgröningen bei optimalem Reisewetter mit dem Bus ins Elsass. Rudi Popp, Pfarrer am Temple Neuf und Kenner der Reformationsgeschichte, führte durch Straßburg, stellte die Kirchen und Kapellen vor, in denen Martin Bucer, Wolfgang Capito und Mathias Zell gepredigt hatten, und zeigte, wo Johannes Calvin eine evangelisch-französische Gemeinde gründete. Die erste Generation der Straßburger Reformatoren verfolgte einen von Martin Luther unabhängigen Weg. Das bedeutete insbesondere Toleranz gegenüber Katholiken, Wiedertäufern und Schwenckfeldern. Die zweite Reformatorengeneration in Straßburg war dann – vorwiegend aus politischen Zwängen – lutherisch ausgerichtet und ließ Wiedertäufer einkerkern. Am Place des Etudiants verwies Pfarrer Popp auf die Büste von Johannes Mentelin (1410-1478), der – wie Bucer in Schlettstadt geboren – 1466 die erste Bibel in deutscher Sprache druckte. Zuvor hatte Johannes Gutenberg von 1434 bis 1444 in Straßburg seine wesentlichen Druckversuche mit beweglichen Lettern und einer dazu notwendigen besonderen Legierung erfolgreich durchgeführt. Nachfolger Mentelins in Straßburg wurde Johannes Reinhart alias Hans Grüninger.

Zum Mittagessen traf man im ehemals württembergischen Reichenweiher (Riquewihr) ein, um anschließend an einer Stadtführung mit Monsieur Hügel teilzunehmen. Reichenweiher kam 1324 in württembergische Hand. Hier wurde 1482 der Vertrag zu Reichenweiher zur Regelung der Regentschaft in Württemberg und Mömpelgard geschlossen und 1487 Herzog Ulrich geboren. Er vereinbarte 1542 in Reichenweiher mit seinem Sohn Christoph, dass dieser zum evangelischen Glauben konvertiert und damit Anspruch auf die Erbfolge bekommt.

Pfarrer Rudi Popp Dolder in Riquewihr

Links: Beim Jahresausflug 2017 führte Pfarrer Rudi Popp durch Straßburg. Rechts: AGD-Mitglieder vor dem Dolder-Museum in Reichenweiher
Bilder: Marlies Oppenheimer u. Walter Ebner

Staatsarchiv Ludwigsburg stellte sich vor
Austausch und Führung am 5. Mai 2017 in Ludwigsburg

Die eigene Stadtgeschichte einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, ist Geschichtsvereinen wie dem AGD ein wichtiges Anliegen. Dabei spielt das Internet eine zentrale Rolle, das nicht nur zur Präsentation dienen kann, sondern eine Fülle von neuen Recherchemöglichkeiten bietet. Das Staatsarchiv Ludwigsburg ist sich seiner Rolle als Lieferant von Digitalisaten bewusst und „will mit der regionalen Geschichtskultur ins Gespräch kommen, um diesen Kundenkreis auch künftig bestmöglich bedienen zu können”. Im Rahmen einer vierstündigen Informationsveranstaltung konnten AGD-Mitglieder das Angebot des Landesarchivs BW kennenlernen und Fragen stellen. Überdies stand eine Führung durch die Magazine und Arbeitsräume des Staatsarchivs am Arsenalplatz auf dem Programm.

Verlorene Bausubstanz in der Altstadt
Lichtbildvortrag von David Zechmeister am 29. März 2017

Eine Stadt verändert Ihr Bild stetig, das ist der Gang der Zeit. Mal sind es Kriege, Brände, der Fortschritt oder auch der jeweilige Zeitgeist. So musste Markgröningen das Niederreißen seiner Stadtbefestigung über sich ergehen lassen und fand sich später dem unsteten Geist der „Stadtsanierung” ausgesetzt. „In deren Folge ging in den letzten fünfzig Jahren beinahe die Hälfte unserer historischen Bausubstanz verloren.” David Zechmeister zog Bilanz anhand von Zeichnungen und Fotografien. Diese werden sukzessive unter der Rubrik Galerien eingestellt.

Spital Abriss Westflügel
David Zechmeister mit Bug

Links: Abriss des Westflügels des Heilig-Geist-Spitals. Rechts: David Zechmeister präsentiert einen Bug des abgerissenen Hauses Kirchgasse 12
Bilder: Eduard Haidle u. Peter Fendrich

225 Jahre Ludwig Heyd
Barrierefreie Stadgeschichte zum Heyd-Geburtstag

Ludwig Friedrich Heyd

Ludwig Heyd (1792-1852)
Bild: AGD

Um jüngeren Interessierten die Lektüre zu erleichtern, hat Mechthild Fendrich Heyds Stadtgeschichte transkribiert. Eine Abschrift in moderner Typographie steht nun im Artikel-Archiv als PDF zum Download bereit.

Ludwig Friedrich Heyd wurde vor 225 Jahren am 19. Februar 1792 im benachbarten Bissingen geboren. Heyd hatte neben Theologie auch Geschichte studiert. Während seiner Tätigkeit als Markgröninger Pfarrer publizierte er zahlreiche Werke zur Landes- und Stadtgeschichte, für die er alle verfügbaren Quellen einsah und dokumentierte. Manches, was er zur Geschichte der Stadt und zu den Grafen von Grüningen schrieb, erschien damals jedoch nicht opportun, wurde infolge dessen verworfen und von der modernen Forschung bislang ignoriert. Zu Unrecht, schreibt Peter Fendrich in der Stadtbrille 10/2016. Nach ausführlichem Quellenstudium auf den Spuren Heyds, sieht er dessen Ausführungen zu den Grafen weitgehend bestätigt.

Markgröningen: Ein Herz für Altes – offen für Neues
Kommune im Profil: VRS stellt Markröningen in RS aktuell vor

Susanne Herrmann hat Markgröningen in der Zeitschrift RS aktuell 1/2017 des Verbands Region Stuttgart portraitiert und mit Bürgermeister Rudolf Kürner gesprochen. Der dreiseitige Beitrag ist im Artikel-Archiv als PDF abgelegt.

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100 Jahre Bahnstrecke Ludwigsburg-Markgröningen
AGD-Ausstellung im Oberen Tor vom 4. bis 18. Dezember 2016

Nach langem Kampf um einen Bahnanschluss wurde die Bahnstrecke Ludwigsburg-Markgröningen am 4. Dezember 1916 wegen des Weltkriegs sang- und klanglos in Betrieb genommen. Zum hundertjährigen Jubiläum der Inbetriebnahme verzichtete die Stadt erneut auf Feierlichkeiten. Doch eröffnete der Arbeitskreis Geschichtsforschung und Denkmalpflege (AGD) am 4. Dezember eine Ausstellung zur wechselhaften Geschichte der Bahnstrecke – von den ersten Projektskizzen bis zur Reaktivierungsdiskussion. Am ersten Tag waren wir dem Besucherandrang kaum gewachsen: Gezählt wurden über 530 Besucher! Mehr ging nicht wegen der Brandschutzauflagen im Oberen Tor. Etliche Besucher mussten auf die nächsten Termine vertröstet werden. Viele suchten den Dialog, um zum Ausdruck zu bringen, dass sie wie der BUND eine Bahnreaktivierung statt der angedachten Bummel-Stadtbahn wollen. Wegen zusätzlicher Haltepunkte und längerer Umsteigezeit in Ludwigsburg wäre die Stadtbahn nicht schneller als der Bus in Ludwigsburg. Die reaktivierte Eisenbahn wäre hingegen doppelt so schnell. Bei der abendlichen Gesprächsrunde mit dem Bahnbau-Experten Rainer Christmann zur geplanten Stadtbahn kamen weitere Argumente pro Reaktivierung auf den Tisch. Fazit: Die Gröninger wollen ihr „Zügle” wiederhaben.

Ausstellung Besucherin    

Ausstellung 100 Jahre Bahnanschluss im Oberen Tor: thematisch gegliedert in vier Ebenen von der Vorgeschichte über Bahnbau und Betrieb bis zur Reaktivierungsdiskussion
Bilder: Peter Fendrich

Banner zur AGD-Ausstellung 100 Jahre Zügle als PDF
AGD-Artikel zur Geschichte und Reaktivierung der Bahnstrecke Ludwigsburg-Markgröningen
AGD-Galerie zur Bahnstrecke Ludwigsburg-Markgröningen

A

Mit dem Feurigen Elias zur Kirchenburg in Weissach
AGD-Exkursion zum Bahnjubiläum am 3. Dezember 2016

Zum hundertjährigen Jubiläum der Bahnstrecke Ludwigsburg-Markgröningen bot der AGD eine Ausfahrt an, auf der man nachempfinden konnte, wie die Gröninger früher mit ihrem „Zügle” unterwegs waren. Wir fuhren ab Schwieberdingen in Plattformwagen der GES gezogen von der Dampflok 38.3119 nach Weissach. Hier stellte Herbert Mann die Kirchenburg vor, die im 13. Jahrhundert in die Hände des Klosters Maulbronn kam. Um den alleinstehenden Kirchturm, der im Mittelalter ein Bergfried war, besichtigten wir das ehemalige Herrenhaus, die Kirche und die außergewöhnlich gut erhaltenen Gaden entlang der Wehrmauer.

Kirchturm und Gaden in Weissach Dampflok 38.3199 in Weissach


Kirchturm und Gaden in der Weissacher Kirchenburg und Feuriger Elias der GES  im Weissacher Bahnhof
Bilder: Peter Fendrich

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Breites Angebot zum Tag des Offenen Denkmals
Führungen, Museum und Café am 11. September 2016

Cafè im Wimpelinhof AGD-Rollup Führung R. Dürr 2016


Impressionen vom Tag des Offenen Denkmals: Café im Wimpelinhof, neuer Rollup, Führung mit Rudolf Dürr
Bilder: Peter Fendrich

Zum Tag des Offenen Denkmals am 11. September organisierte der AGD Führungen zum Rathaus, zum Wimpelinhof mit Oberem Tor und am Spitalplatz zum Bauprojekt „Unteres Tor” im Kontext mit dem Heilig-Geist-Spital und der Stadtbefestigung. An den Info-Ständen im Rathaus und im Wimpelinhof wurden der neu erschienene Band 10 und frühere Ausgaben der AGD-Reihe Durch die Stadtbrille sowie die neue AGD-Briefmarke „100 Jahre Bahnstrecke Ludwigsburg-Markgröningen” angeboten. Zusammen mit dem Bürgerverein Markgröningen bewirtschaftete der AGD ein Café im Wimpelinhof, wo das städtische Museum und das Obere Tor offenstanden.
Mehr Infos im AGD-Faltblatt (PDF) zum Denkmaltag
Artikel-Ausschnitt zum Bauprojekt „Unteres Tor” im neuen Band 10 der Stadtbrille

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Ein Nachmittag in den Hohenheimer Gärten
Exkursion mit Prof. Adolf Steiner am 16. Juli 2016

Imposante Baumbestände, seltene Pflanzen und beschauliche Wiesen in einem fast nicht enden wollenden Park. Schloss Hohenheim und seine Gärten halten viele Überraschungen bereit. Prof. Adolf Steiner kennt die Anlage wie seine Westentasche und er ließ gerne die Mitglieder des AGD in Selbige blicken.
Urheber all dieser Pracht war Herzog Carl Eugen (1728 – 1793), der 1776 den Grundstein für das Schloss und den zugehörigen Park legte. Die Standortentscheidung lässt sich gut nachvollziehen: Der weite Blick über die Fildern, die Ruhe der Abgeschiedenheit und Weitläufigkeit mögen Ihres dazu beigetragen haben, den Herrscher aus dem Stuttgarter Kessel hierher zu locken. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau Franziska schuf er sich hier ein ganz besonderes Refugium. Die Mauern einer alten fränkischen Burg mussten daher dem imposanten spätbarocken Bau weichen. Mit dem „Dörfle“ entstand für Carl Eugen sogar eine Art Vergnügungspark seiner Zeit. Noch heute stehen die maßstabsgetreuen Bauten: das römische Wirtshaus oder das Spielhaus. Dennoch blicken wir mit einem Wehmutstropfen auf diese Zeit, mussten doch Untergebene deren Bewohner spielen. Und so fand sich manch einer in einer Rolle, die nicht seinem eigentlichen Beruf entsprach.
Die Nachfolger Carl Eugens zeigten unterdessen wenig Interesse an der Sommerresidenz und gaben die Anlage dem Verfall preis. Erst König Wilhelm I. gründete 1818 hier eine Landwirtschaftliche Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt. Heute sind Schloss Hohenheim und der Park Teil der Universität.
Vorbei am Schloss, durch die imposanten Baumbestände, entlang der Pappelallee und dem Weinberg genossen die Besucher die Aussicht, die sich ihnen bot. Gespickt mit den leerreichen Einstreuungen unseres Führers. Mit gekonntem Blick fürs Detail und einem, so scheint es, unerschöpflichen Wissensschatz führte Prof. Steiner durch sein Hohenheim: hin zu den prächtigen Gehölzen, darunter Mammutbäume, zahlreiche Magnolienarten, der Flügelnuss, dem Gingko oder dem Riesen-Lebensbaum und durch den exotischen Garten. Über die Jahrhunderte ist der Schlosspark zu einem sehenswerten Arboretum geworden, in dem bewahrt und gleichzeitig zukunftsfähig geforscht wird.
Die Gärten von Hohenheim liegen direkt vor der Haustüre und sind vielen dennoch so unbekannt. Ein lohnender Besuch, der vielfältige Aus- und Ansichten eröffnet hat. Weitere Infos zu Schloss Hohenheim und seinen Gärten finden Sie im Internet.

Hohenheimer Gärten Hohenheimer Gärten


Ein lehrreicher Spaziergang durch den Park von Schloss Hohenheim
Bilder: Ariane Schröfel

AGD stellt sich neu auf
Rückblick auf die Mitgliederversammlung am 9. März 2016

Agenda 2016
Mit einem neuen Logo startet der Arbeitskreis ins laufende Geschäftsjahr: Neben der Abkürzung AGD steht nun der 1596 von Jakob Ramminger fürs Wappen von „Ampt und Vogtey Grüningen“ verwendete Reichsadler. Dieser repräsentiert im neuen Emblem den historischen Kontext und die Stadt. Die Mitgliederversammlung genehmigte das von Roswitha Feil und Peter Fendrich entworfene Logo ohne Gegenstimme. Nur eines von vielen Projekten, die Vorstand und Fachbeirat für 2016 auf ihre Agenda genommen haben. Dazu kommen

– die neue Homepage, die zu einem lokalen Geschichtsportal ausgebaut werden soll,
– die Wiederbelebung der historischen Reihe „Durch die Stadtbrille“,
– der Jahresausflug nach Memmingen und Ottobeuren,
– eine weitere Plus-Briefmarke zu Ehren Herzog Christophs,
– das Programm zum Tag des Offenen Denkmals am 11. September und
– das Thema des Jahres: 100 Jahre Bahnanschluss.

Mitgliedsbeitrag
Zur Finanzierung der neuen Aktivitäten wurde die Erhöhung des Mindestbeitrags auf 24 Euro pro Jahr beschlossen. Verbunden mit einer Beitragsbefreiung für Mitglieder bis zum Alter von 24 Jahren. Als Gegenleistung erhalten Mitglieder künftig von neuen Ausgaben der AGD-Reihe „Durch die Stadtbrille” jeweils ein Freiexemplar. Neumitglieder bekommen zur Begrüßung eine bereits erschienene Ausgabe der Stadtbrille ihrer Wahl geschenkt.

Vereinsführung im Amt bestätigt und neue Schriftführerin gewählt
Die Vorstandsmitglieder Dr. Walter Ebner (1. Vorsitzender), Peter Ebeling (3. Vorsitzender) und Kurt Roller (Kassier) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kraft seines Amtes bleibt Bürgermeister Rudolf Kürner 2. Vorsitzender. Zur neuen Schriftführerin wählte die Versammlung Ariane Schröfel. Den Beirat bilden weiterhin Hermann Beck, Rudolf Dürr, Roswitha Feil, Peter Fendrich, Prof. Dr. Walter Kern, Gerhard Liebler, Dr. Barbara Löffler, Heinz Oechsner und David Zechmeister.

Seit Jahrzehnten eine treue Förderin des Vereins
Vor 40 Jahren trat Dr. Monika Balzert dem Arbeitskreis bei und brachte seither zahlreiche Impulse und etliche Artikel für die Stadtbrille ein, wofür sie vom Vereinsvorsitzenden Walter Ebner im Rahmen der Versammlung geehrt wurde.

Gastvortrag: Markgröningen – eine mittelalterliche Planstadt?
Der Kunstschmied Peter Klink ist nicht nur ein Meister seines Fachs, sondern kennt sich auch bestens in den Bauplänen mittelalterlicher Städte aus. Mit einem Studium der UNESCO war es ihm möglich, sich in Sachen Denkmalpflege, Kunst- und Baugeschichte fortzubilden. Durch den Abgleich der Stadtpläne von Pfullendorf und anderen stauferzeitlichen Gründungen gelang ihm der Nachweis, dass sich unsere Vorfahren sehr wohl Gedanken über Stadtplanung gemacht haben – mehr sogar, als wir heute denken. So lassen sich Gesetzmäßigkeiten und geometrische Muster erkennen, die manch einen Zuhörer staunen ließen. Denn auch in Markgröningen finden sich Hinweise für einen Stadtausbau nach geometrischen Mustern. Mehr zu Klinks Arbeit findet sich unter www.stadtplanung-108grad.de.

Einladung zur JHV 2016 mit Anlage als PDF

Beitrittserklärung
Buchauswahl

Nachruf auf Marianne Stümpfig
Gründungsmitglied und Kassenprüferin gestorben

Marianne Stümpfig

Marianne Stümpfig
Bild: Richard Zoller

Wir trauern mit den Angehörigen um unser Gründungsmitglied Marianne Stümpfig, geboren am 14.4.1917, gestorben am 15.1.2017. Sie war Schulsekretärin des Helene-Lange-Gymnasiums in Markgröningen und unterstützte hier die stadtgeschichtlichen Forschungen des Schulleiters Prof. Erhard Lenk. 1969 zählte sie zu den Gründungsmitgliedern des AGD und übernahm bis 2001 das Amt der Kassenprüferin. Sie verstarb in einem Pflegestift in Marbach.

 

Gut erhaltene Kirchenburg
Exkursion nach Lienzingen am 1. Oktober 2016

Die AGD-Exkursion nach Lienzingen „hat sich mehr als gelohnt”, wie der Vorsitzende Dr. Walter Ebner betonte. Höhepunkt der Ortsführung war die gut erhaltene Kirchenburg, entstanden im 12. Jahrhundert und spätgotisch überprägt. Warum ausgerechnet Lienzingen eine so gut befestigte Wehrkirche hatte, konnte auch der kompetente Führer Roland Straub nicht erklären. Ihre Wehrmauer war bis zu zehn Meter hoch. Daran angelehnt sind im Kirchhof bis heute Gaden genannte Speicherbauten erhalten. Der AGD erwägt, 2017 auch der Lienzinger Frauenkirche einen Besuch abzustatten.

 

Durch die Stadtbrille
Band 10 seit 12. September 2016 im Buchhandel erhältlich

Der zehnte Band der AGD-Reihe Durch die Stadtbrille erschien zum Tag des Offenen Denkmals. Mit neuem Untertitel, aufgefrischtem Layout und einem vergrößerten Format (24 x 19,5 cm) greift diese Ausgabe auf 168 Seiten das ursprüngliche Konzept mit breit gefächerter Themenauswahl quer durch die Jahrhunderte auf.
Erstverkauf am 11. September, seither bundesweit im Buchhandel zum Preis von 19,80 Euro. ISBN 978-3-00-053907-7

Durch die Stadtbrille 10/2016

Ab dieser Ausgabe bekommen die rund 110 AGD-Mitglieder jeweils ein Freiexemplar der Stadtbrille überreicht.

Artikel der Bietigheimer Zeitung über den AGD, die Stadtbrille und die Bahnausstellung (Michaela Glemser, 12.10.2016)

 

Nachruf auf Günter Frank
Langjähriger AGD-Vorsitzender gestorben

Am 8. Juli 2016 verstarb Günter Frank nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren.

Günter Frank

Günter Frank wuchs in Markgröningen auf und wurde Rektor an der Glemstal-Grundschule in Unterriexingen. Hier gehörte er von 1971 bis 1972 dem Gemeinderat an und setzte sich für den Anschluss Unterriexingens an seine Heimatstadt ein, der zum 1.1.1973 vollzogen wurde. Danach war er Stadtrat in Markgröningen, bis er 1976 nach Aurich zog.

Günter Frank 2009
Bild: privat

Unserer Stadt und dem Arbeitskreis Geschichtsforschung und Denkmalpflege blieb der Lokalpatriot stets eng verbunden und wurde 2000 zum AGD-Vorsitzenden gewählt. Während seiner Amtszeit publizierte der AGD drei Ausgaben der Reihe Durch die Stadtbrille, eine Festschrift zum 40-jährigen Vereinsjubiläum und die „Kurzweiligen Begegnungen mit der Stadt und ihrer Geschichte”. Den AGD vertrat Günter Frank im Festausschuss zum Schäferlauf, wirkte an der Überarbeitung des Festprogramms am Sonntag mit, initiierte die Festzuggruppe der Spitalbrüder und führte nicht zuletzt die Stadtführungen zum Schäferlauf ein. Diese stießen auf so große Resonanz, dass alsbald drei Führer zugleich unterwegs waren. Darüber hinaus arbeitete er an der Entwicklung des Stadtspiels mit und engagierte sich insbesondere für die Renovierung der Bartholomäuskirche und des wertvollen Taufsteins. Darüber zu schreiben, schaffte er nicht mehr. Zum Jahresende 2014 musste Günter Frank den AGD-Vorsitz krankheitsbedingt aufgeben. Beim Schäferlauf 2015 führte er, geschwächt durch die Krebstherapie, letztmals eine Gruppe durch die Stadt. Am Mittwoch, den 13. Juli 2016, wurde er in Aurich bestattet. Den Trauergottesdienst hielt auf seinen Wunsch der hiesige Pfarrer Traugott Plieninger, den Nachruf sein langjähriger Weggefährte und Freund Gerhard Liebler.
Wir trauern um einen engagierten Mitstreiter und Vorstand, Autor und Stadtführer und werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Ehrenmedaille der Stadt für Gerhard Liebler
Der AGD gratuliert seinem Gründungsmitglied

Die ehrwürdigen Türme der Bartholomäuskirche und das monumentale Rathaus – überhaupt das historische Erbe der Stadt – beeindruckten Gerhard Liebler, als er 1954 mit seinem Motorrad hier ankam. Der neue Lehrer an der Ludwig-Heyd-Schule erlag sogleich dem Charme der Stadt; ihre Geschichte ließ ihn nicht mehr los. Über Jahrzehnte schweifte sein Blick in die Vergangenheit: als Gründungs-, Vorstands- und Beiratsmitglied des AGD, als Chronist, als Autor zahlreicher Artikel sowie als Stadtführer. Über hundert Gruppen und berühmte Gäste lauschten seinen Ausführungen und ließen sich von ihm führen. Darunter auch Walter Momper (1989–2001 Regierender Bürgermeister von Berlin), der besonders

beeindruckt von unserem roten Rathaus war. Etwa ebenso so lange wie im AGD, dessen Fachbeirat er bis heute angehört, war Gerhard Liebler im Gemeinderat aktiv um das Wohl der Stadt und ihrer Bürger bedacht. Wir gratulieren ihm herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung!


Gerhard Liebler (links) erhielt am 4. Juli von Bürgermeister Rudolf Kürner die Ehrenmedaille der Stadt
Bild: Ariane Schröfel 

AGD in Memmingen und Ottobeuren
Rückblick auf den Jahresausflug am 6. Juni 2016

Beim Jahresausflug begaben sich Mitglieder des AGD in Memmingen auf Spurensuche in Sachen Heilig-Geist-Spital und Reformation. Stadtarchivar Christoph Engelhard führte die Gruppe kompetent durch die ehemalige Reichsstadt mit gut erhaltenem Mauerring. Hier wirkten um 1525 die Reformatoren Christoph Schappeler und Sebastian Lotzer. Ihre revolutionären Gedanken, die sich von hier aus verbreiteten, sollten das Land grundlegend verändern. Während Schappeler hier predigte, griff Lotzer zur Feder und verfasste die Zwölf Artikel der Bauern, die für die Zeit wegweisende Ideen enthielten und heute als erste Formulierung von Menschenrechten gelten.

Engelhard Pater Rupert

Stadtarchivar Christoph Engelhard (2. v. links) führt durch Memmingens Stadtkern
Bild: Monika Balzert

Pater Rupert stellt Kloster Ottobeuren vor
Bild: Monika Balzert

Den Nachmittag verbrachte die Gruppe in Ottobeuren bei einer ebenso interessanten Führung durch die barocke Klosteranlage, die im 18. Jh. in einem Wurf erbaut wude. Pater Rupert referierte humorvoll über das Klosterleben und die Reformation aus klösterlicher Sicht. Zum Dank sangen einige Markgröninger in der Benedikt-Kapelle das Salve Regina, das Mariengebet, mit dem die Benediktiner traditionell den Tag beenden.

Gruppenbild in Ottobeuren

AGD-Mitglieder vor der Klosterkirche in Ottobeuren
Bild: Monika Balzert