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Armer Konrad in Grüningen

500 Jahre nach dem Aufstand des Armen Konrads im Jahre 1514 hat der AGD eine Plus-Briefmarke zu Ehren der Rebellen und ihres intellektuellen Kopfs, des Grüninger Pfarrers Dr. Reinhard Gaißlin (Gaißer) herausgegeben. Gestaltet wurde sie von Veit Müller. Im Hintergrund der Marke sieht man die Türme der Bartholomäuskirche, im Vordergrund eine zeitgenössische Gestalt mit „sprechenden Händen“. Eine Abbildung von Gaißer ist leider nicht überliefert.
Pfarrer Gaißer hat im Mai 1514 eine scharfe Predigt zu Gunsten des Armen Konrads gehalten, eines Aufstandes gegen die Ehrbarkeit und Herzog Ulrich von Württemberg. Er hat sich auf die Seite der armen Bevölkerung geschlagen und sich dabei auf das Evangelium berufen, bevor die Reformation in Gang gekommen war.
Nicht die Befreiung von religiöser, sondern von sozialer Bedrückung war Gaißer wichtig. 1531 hatte er sich gegen einen Bildersturm in Esslingen ausgesprochen.

Die 60-Cent-Briefmarke wurde zum Preis von einem Euro verkauft. Wenige Exemplare für Liebhaber sind noch vorhanden. Fragen Sie Walter Ebner, 07145-925 2074, w.ebner@agd-markgroeningen.de

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Kaiser Karl V. in Grüningen

Die dritte Plus-Briefmarke des AGD erinnert an das Treffen von Herzog Christoph und Kaiser Karl V. am 9. September 1552 in der Grüninger Reichsburg, die dem Haus Württemberg 1336 als Erblehen übertragen worden war.
Nach der Ratifizierung des Passauer Vertrags  kam Karl V. auf dem Weg nach Straßburg durch Württemberg. Herzog Christoph begleitete den Kaiser auf der Etappe von der Reichsstadt Esslingen nach Grüningen, wo er in der Reichsburg logierte. Hierbei wurde vermutlich die kostspielige Ablösesumme ausgehandelt, die Christoph für die Wiedererlangung der vollen Souveränität und die Umsetzung der Reformation akzeptieren musste, um sie  anschließend auf Land und Leute umzulegen.
Die Übernachtung von Herzog Christoph und Kaiser Karl V. in der hiesigen Burg hatte für Stadt und Land weitreichende Auswirkungen, weshalb der AGD hierzu eine weitere Briefmarke herausgegeben hat.

Die von Veit Müller gestaltete 70-Cent-Briefmarke wird zum Preis von 1,16 Euro verkauft.
Bestellung und Abholung bei Walter Ebner, 07145-925 2074, w.ebner@agd-markgroeningen.de

AGD-Briefmarke 100 Jahre Bahnstrecke Ludwigsburg-Markgröningen

100 Jahre Bahnanschluss

Rund 70 Jahre lang hatte die Stadt Markgröningen vergeblich um einen Bahnanschluss gerungen. Am 4. Dezember 1916 nahmen die Königl. Württembergischen Staats-Eisenbahnen schließlich eine Stichbahn von Ludwigsburg übers Osterholz und Möglingen nach Markgröningen in Betrieb. Die geplante Durchbindung über Unterriexingen nach Vaihingen wurde nicht realisiert. Bis 1962 verkehrte das „Zügle” mit dampfbetriebenen Tenderloks, danach mit Diesellokomotiven. Im September 1975 stellte die DB den regulären Personenverkehr ein. Dessen Wiederaufnahme wird seit 25 Jahren diskutiert.
Zum 100-jährigen Jubiläum der Bahnstrecke Ludwigsburg- Markgröningen hat der AGD eine neue Briefmarke herausgebracht, die ab dem 11. September 2016 zum Kauf angeboten wird: Das 1956 von Heinz Geiger in Möglingen aufgenommene Foto zeigt eine Tenderlok Tn (Nr. 94.107) mit zweiachsigem Plattformwagen württembergischer Bauart.

Die von Veit Müller gestaltete 70-Cent-Briefmarke wird zum Preis von 1,40 Euro verkauft.
Bestellung und Abholung bei Walter Ebner, 07145-925 2074, w.ebner@agd-markgroeningen.de

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Das Gaißergäßle führt entlang der ehemaligen Lateinschule (rechts) zum Kirchplatz hinauf
Bild: Monika Balzert

Den Südflügel des Schlosses ließ der Herzog ab 1552 errichten. Die Obergeschosse wurden später erneuert
Bild: Peter Fendrich

Tn (94.107) mit Plattformwagen 1956

Das „Zügle” 1956 in Möglingen mit einer Tenderlok Tn (Nr. 94.107) und württ. Plattformwagen
Bild: Heinz Geiger, Quelle: CVJM Möglingen

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500 Jahre Herzog Christoph

Die zweite Plus-Briefmarke des AGD erinnert an den 500. Geburtstag von Herzog Christoph im Jahre 1515. Die Gestaltung stammt von Veit Müller, auf den auch die Briefmarke „Armer Konrad“ zurückgeht. Herzog Christoph war für Markgröningen ein wichtiger württembergischer Herzog. Nach dem Tod seines Vaters, Herzog Ulrich, hat Christoph einen bedeutenden Grüninger Bürger rehabilitiert, nämlich den früheren Kanzler Ambrosius Volland.
Nach längeren Verhandlungen insbesondere mit der Familie Volland übergab der Herzog das Heilig-Geist-Spital der Stadt. Die ehemalige Reichsburg ließ er zum Schloss umbauen und daneben das Obere Tor erstellen, von den Untertanen „auf eigene Kosten“ bewerkstelligt. Die Übernachtung Herzog Christophs zusammen mit Kaiser Karl V. am 9. September 1552 im Markgröninger Schloss hatte für Württemberg weitreichende Auswirkungen, so dass der AGD hier eine weitere Briefmarke vorgesehen hat.

Die von Veit Müller gestaltete 62-Cent-Briefmarke wurde zum Preis von 1,00 Euro verkauft. Einige Exemplare sind noch vorhanden.Fragen Sie Walter Ebner, 07145-925 2074, w.ebner@agd-markgroeningen.de

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Pfründhaus des Heilig-Geist-Spitals vom Benzberg: Herzog Christoph hat das Spital an die Stadt übergeben